Erstellt 03.08.08, 12:18h
Für jeden Schüler und Lehrer, auch in den Grundschulen, stehe ein Notebook bereit, das über das lokale Drathlosnetzwerk (WLan) betrieben wird. Lehrstoffe sollen verständlicher vermittelt werden. Wenn die Schüler nach Hause gehen, bleiben die Notebooks in der Schule. Hausaufgaben werden nach wie vor in Heften geschrieben und Bücher gehören weiterhin zum Standard.
Jedem Schüler ein Computer
Einen Schritt weiter gehen sieben Eingangs-Klassen in Gymnasium und Realschule. Die Schüler arbeiten mit eigenen, privaten Computern. Auf denen machen sie auch zu Hause ihre Hausaufgaben. Die Kosten begleichen die Eltern über einen Leasing-Vertrag mit dem Deutschen Sparkassenverband mit monatlich 29,50 Euro. Für bedürftige Familien übernehme der Sozialfonds des Sparkassenverbands die Hälfte der Kosten. Notfalls werde der Verband auch den kompletten Betrag übernehmen, sagte Birmanns. Im Gegenzug werde die Stadt die Behindertenwerkstätten des Verbands unterstützen.
"Wir wollen keine Zwei-Klassen-Gesellschaft", begründete der Beigeordnete die Regelung. Trotzdem winkte die Hauptschule bei den Notebook-Klassen mit privaten Rechnern erst einmal ab. Die Schule wolle das den Eltern nicht zumuten, gab Birmanns die Haltung der Hauptschulleitung wider.
"Chinesische" Internet-Sperre während Schulzeit
Im Gymnasium reagierten die Eltern zunächst skeptisch. Dann war der Andrang so groß, dass viele auf der Warteliste landeten. Die Lehrer wurden für den neuen Unterricht geschult. Damit die Schüler im Physikunterricht mit Notebook nicht heimlich im Internet surfen, gebe es eine Sperre auf den Computern. "Der Schüler kann nur Seiten, die der Lehrer freigegeben hat, aufrufen. In dem schulischen System kann man nichts Schlimmes anstellen."
Ganz uneigennützig ist das Engagement Würselens nicht. Die Stadt erwartet, dass sich 2011 die geburtenschwachen Jahrgänge bemerkbar machen. Dann stünden die Schulen der Städte im Wettbewerb zueinander. "Der Aspekt Notebook wird nicht unwesentlich sein in der Entscheidung, wo schicke ich mein Kind zur Schule", sagte Birmanns.
(dpa/lnw)
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