Von Tim Stinauer, 10.08.08, 08:57h, aktualisiert 10.08.08, 17:11h
Sara Zavaree vom „Bündnis gegen Pro Köln“ ruft den Jugendlichen zu: „Setzt euch mal hin und bildet einen Block.“ Rücken an Rücken lassen sich je zwei Jugendliche in einer langen Reihe nebeneinander nieder und haken sich unter. „Super!“, lobt Zavaree. „Das ist die effektivste Methode, eine Straße zu blockieren. Da sieht die Polizei ein, dass sie keine Chance hat.“
Sitzblockade auf Hauptverkehrsstraßen
Nichts soll offenbar dem Zufall überlassen werden, wenn Rechtspopulisten in sechs Wochen in Köln ihren „Anti-Islamisierungskongress“ abhalten wollen. Zu der umstrittenen Veranstaltung der vom Verfassungsschutz unter dem Verdacht des Rechtsextremismus beobachteten Organisation Pro Köln werden nach deren Angaben unter anderem Vertreter vom Front National (Frankreich), der FPÖ (Österreich), der Lega Nord (Italien) und von Vlaams Belang (Beglien) als Redner erwartet. „Wir werden notfalls Hauptverkehrsstraßen mit Sitzblockaden sperren, um das Treffen zu verhindern“, sagt Reiner Schmidt vom „Bündnis gegen Pro Köln“. Mit 4000 bis 5000 Aktivisten aus ganz Europa rechne man im September, sagt Sara Zavaree, die auch beim Protest gegen den G8-Gipfel voriges Jahr Heiligendamm dabei war: „Alle Zufahrtsstraßen nach Köln müssen dicht sein.“
Es könnte aber sein, dass die Polizei etwas dagegen hat. Deswegen probt Zavaree mit ihren Schützlingen als nächstes das „Päckchen“, und das geht so: hinsetzen, Füße anziehen und die Arme um die Knie schlingen. „Sobald die Polizisten euch wegtragen wollen, verlagert ihr den Schwerpunkt in die Mitte eures Körpers und macht euch ganz schwer.“ Die Jugendlichen machen es ihr nach. Drei mimen Polizisten und tragen die „Päckchen“ weg. Schaulustige bleiben stehen, darunter auch die etwa zehn Teilnehmer eines Junggesellenabschieds in weißen T-Shirts. „Das ist ja wohl die Revolution in ganz großem Stil, die ihr hier probt. Respekt!“, ruft einer und reckt lachend seine Bierflasche in die Luft.
Aber die Gruppe um Zavaree lässt sich nicht provozieren - im Gegenteil. Die 25-Jährige animiert die Zuschauer zum Mitmachen. „Kommt alle her, macht mit, das tut nicht weh.“ Jedenfalls nicht hier und heute. Die Stimmung ist prächtig, es wird ein bisschen geschubst und viel gelacht. „Manche haben ja auch ein bisschen Scheu hier vor so vielen Menschen“, sagt Zavaree.
Als nächstes steht die „Wuselblockade“ auf dem Programm. Wieder spielen ein paar die Polizisten. Sie stellen sich nebeneinander auf, versuchen, die Demonstranten am Weitergehen zu hindern. „Lauft langsam auf die Polizeikette zu“, ruft Zavaree. „Tanzt und wuselt! Schlängelt euch irgendwie durch!“
Nach knapp einer Stunde ist das Training beendet. Normalerweise dauere das acht Stunden und finde drinnen statt, erklärt Zavaree. Die öffentliche Showeinlage vor dem Dom sollte nur Lust machen auf mehr. „Wir bieten die Trainings in den nächsten Wochen flächendeckend an.“
Ihre Lieblingsfarbe
16.09.2008 | 11.01 Uhr | besserwissen001
lieber HaJoWolf zeigen Sie endlich einmal unverhüllt!
@ UCA
Es sind in diesen Kommentaren fast nur Pro-Kölner und deren Symathisanten aktiv.…
Wie lange bleibt uns der Kölner Dom erhalten 2 ?
02.09.2008 | 19.04 Uhr | Kölschdoc
ohne www. gehts so rein : /evtl in 2 Zeilen :
pi-news.net/2008/08/ruecksichtlose-zerstoerung-europaeischer-kultur/
…
Wie lange bleibt uns der Kölner Dom erhalten ?
02.09.2008 | 18.53 Uhr | Kölschdoc
Ich fürchte der Kölner Dom ist höchstgradig gefährdet !
http://www.pi-news.net/2008/08/ruecksichtlose-zerstoerung-europaeischer-kultur/
Wenn 0,30…
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