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Bio Gourmet Club

Kochen jenseits von Klischees

Von Maria Bueche, 12.08.08, 21:01h

Der „Bio Gourmet Club“ bietet ganz spezielle Kochkurse an. Sie orientieren sich an den Eckpunkten gesunde Ernährung, Wohlbefinden und Spaß am Kochen. Das Genussprinzip kommt dabei auch nicht zu kurz.

Bio Gourmet Club
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Mayoori Buchhalter (links) hat den Bio Gourmet Club 2006 eröffnet. (BILD: BAUSE)
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Mayoori Buchhalter (links) hat den Bio Gourmet Club 2006 eröffnet. (BILD: BAUSE)
Im aufgeregten medialen Kochgeschäft von Dinners bis zu Duellen, wirkt die Kochschule von Mayoori Buchhalter im Belgischen Viertel wie ein völlig Hype-freier Ort der Gelassenheit. Viel Licht fällt durch die große Fensterfront, davor, im Innenhof, Pflanzen und Blumen in undurchschaubarer Feng-Shui-Ordnung. Manche von ihnen, wie die Blüten der Kapuzinerkresse mit ihrem pfeffrigen Geschmack, kommen bei den Kochkursen zum Einsatz. Hinter dem Fenster: klare Linien, Weiß, Holz, Farbakzente in starkem Rot und jede Menge Kochzutaten natürlich.

Das besondere: Alles, was die Kochschüler hier verkochen, stammt aus biologischer Erzeugung, möglichst aus der Region und ist möglichst an der Saison orientiert. Mayoori Buchhalter hat den „BioGourmetClub“ 2006 eröffnet und das Angebot an Kursen immer weiter ausgebaut. Ins Programm kommt, was ins Konzept passt. Und das, sagt sie, orientiere sich an den Eckpunkten „gesunde Ernährung, Wohlbefinden und vor allem Spaß am Kochen zu vermitteln“. Es gibt Kurse zu Landesküchen, zur Zubereitung nach dem Prinzip der fünf Elemente, nach dem Speisen gut und bekömmlich sind, wenn die unterschiedlichen, Geschmacksrichtungen, Kochtechniken, Farben und Gewürze gemäß den Jahreszeiten, dem Klima und den persönlichen Bedürfnissen gemäß kombiniert werden. Es gibt ayurvedische Küche, moderne Rohkostküche, geplant ist ein Seminar nur für üppige Desserts. Kursteilnehmer mit Allergien lernen alternative Zubereitungsarten kennen.

Gemüse kann nicht langweilig werden

Die Ausrichtung nach Lehren steht dem Genussprinzip nicht entgegen. „Viele Leute glauben, wenn man nur saisonal kocht, sei das langweilig. Aber jedes Gemüse kann man in so vielen Varianten zubereiten - das kann gar nicht langweilig werden“, sagt Buchhalter mit Blick auf Kohl- und Kürbisklischees: Immer nach einem Rezept bereitet wird es öde. Undogmatisch liegt ein Schwerpunkt auf vegetarischen Möglichkeiten. „Wir ersetzen oft tierische Fette, etwa Sahne durch Sojasahne“, erläutert Ralf Posiombka, der viele Kurse im „BioGourmetClub“ leitet. „Der Geschmack bleibt fein, aber der Fettgehalt ist deutlich geringer und die enthaltenen Fette sind wertvoller.“ Mit den Varianten für fleischlose Gerichte, soll auch das Argument „bio täglich ist zu teuer“ entkräftet werden. „Es ist eine Frage des Schwerpunktes, jeden Tag Fleisch zu essen, das braucht niemand“, sagt Buchhalter. Sie kocht am liebsten raffiniert, aber einfach in der Zubereitung und übersichtlich im Wareneinsatz - wie die fünf mediterranen Sommergemüse, die sie hier vorstellt.



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