Erstellt 12.08.08, 11:32h
Schließlich stieg mit dem Aufkommen der ersten Dampfschiffe um 1820 und dem Einsatz von immer mehr Eisenbahnen das Handelsaufkommen weiter an. Ein neues Hafenbecken wurde benötigt.
Mit dem Bau des heutigen Rheinauhafens wurde 1892 begonnen. Als Standort diente eine natürliche Rheininsel südlich der Altstadt, die im Volksmund „Wertchen“ genannt wurde und vielen Kölnern als Erholungsgebiet diente. Die Insel wurde zum Teil abgebaggert und zu einer 720 Meter langen und 77 Meter breiten Halbinsel geformt. Zwischen ihr und dem Ufer entstand das neue Hafenbecken, das zunächst „Becken am Bayen“ genannt wurde. Als Einfahrt diente eine Drehbrücke; dies ist bis heute so geblieben. Etwa zeitgleich entstehen Häfen in Deutz und Mülheim. Offiziell eröffnet wurde der Rheinauhafen 1898.
Im Norden befand sich der Zollhafen, im Süden lagen das Hafenamt, das Krafthaus zum Betrieb der hydraulischen Anlagen sowie ein Lokschuppen. In den Hafenbereichen auf der Halbinsel waren unter anderem die Lagerhallen privater Handelsgesellschaften untergebracht. Auch der sogenannte Bayenturm war auf dem Gelände angesiedelt. Er stammt allerdings aus dem Mittelalter und galt eher als Wahrzeichen des Hafens, eine Funktion für den Hafenbetrieb hatte er nie.
Doch damit nicht genug: 1910 konnte noch ein 170 Meter langes Lagergebäude, aufgrund seiner äußern Form mit sieben Giebeln auch „Siebengebirge“ genannt, eröffnet werden. Weitere Silos und Lagerhallen entstanden, doch nach dem Zweiten Weltkrieg verlor der Hafen zunehmend an Bedeutung.
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