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Architektur

Masterplan für die Innenstadt

Von Peter Berger, Christian Hümmeler und Matthias Pesch, 12.08.08, 12:06h

Eine fußgängerfreundlichere Innenstadt, weniger Parkplätze im öffentlichen Straßenraum und zwei Fußgängerbrücken über den Rhein: Stadtplaner Albert Speer erzählt aus seinem Masterplan für die Innenstadt und Deutz.

Albert Speer Architekt
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Architekt Albert Speer hat einen Masterplan für die Stadt entwickelt. (Bild: Worring)
Albert Speer Architekt
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Architekt Albert Speer hat einen Masterplan für die Stadt entwickelt. (Bild: Worring)
Innenstadt - Der Frankfurter Architekt und Stadtplaner Albert Speer wird den Masterplan für die Innenstadt und Deutz im November vorlegen. Am Freitag kommender Woche wird es eine weitere Zwischenbilanz geben. Im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ äußerte sich Speer am Mittwoch bereits zu einigen konkreten Punkten.

Ost-West-Achse: Das Büro wird vorschlagen, die Ost-West-Achse zwischen der Deutzer Brücke und der Kreuzung Innere Kanalstraße / Aachener Straße fußgängerfreundlicher zu gestalten. Es mache wenig Sinn, über den Bau einer Ost-West-U-Bahn nachzudenken. Die Cäcilienstraße trenne die Innenstadt; diese Barriere sei vor allem für Fußgänger und Radfahrer kaum zu überwinden. „Wir müssen diese Schneise beseitigen“, sagte Speer. Dies sei mit recht einfachen Lösungen zu machen. Die Straßenbahn brauche auf diesem Abschnitt keinen eigenen Gleiskörper. „Es ist relativ egal, ob die Bahn auf diesem kurzen Stück nun mit Tempo 15 oder 25 fährt.“ Wichtiger sei, dass die Innenstadt von der Südseite besser erreichbar sei.

Innenstadt-Plätze: Um die rund 100 Plätze in der Innenstadt aufzuwerten und die Innenstadt für die Bewohner attraktiver zu gestalten, schlägt der Masterplan vor, auf einen Großteil der Parkplätze im öffentlichen Straßenraum zu verzichten. „Es muss gewährleistet sein, dass Anwohner mit dem Auto zu ihrer Wohnung kommen können“, so Speer. Fürs Dauerparken müsse man prüfen, ob man einen Teil der Plätze in den Tiefgaragen oder Parkhäuser fürs Anwohnerparken freigebe.

Hauptbahnhof und Köln-Messe / Deutz: „Die beiden Bahnhöfe werden weiter eigenständig bleiben“, so Speer. Vornehmlich müsse es darum gehen, die Informations systeme zu verbessern. „Bis heute weiß ich nicht, welcher ICE in wel chem Bahnhof abfährt“, sagte Speer. Auch sei eine leistungsfähige Verbindung zwischen den Bahnhö fen erforderlich. Ein überdachtes Laufband sei das eben so wenig sinnvoll wie eine Seilbahn. Speer: „Vielleicht reicht es schon aus, wenn die Informationssysteme funktionieren. Schließlich fährt alle paar Minuten ein Zug über die Brü cke.“

Nord-Süd-Fahrt: Speer hält nichts davon, die Tieferlegung sofort in Angriff zu nehmen. „Köln braucht nach Fertigstellung der Nord-Süd-Stadtbahn dringend eine Ruhepause. Die Stadt kann keine neue Großbaustelle mehr verkraften.“ Die Leistungsfähigkeit der Nord-Süd-Fahrt müsse erhalten bleiben. Allerdings müsse man den Abbieger- und Anliegerverkehr so organisieren, dass sie den Charakter „einer ganz normalen Stadtstraße“ erhält.

Rheinbrücken: An beiden Enden der Ringe, also in Höhe der Bastei und am Ubierring, schlagen die Planer vor, zwei Fußgängerbrücken über den Rhein zu schlagen. So könnten die Ringe in das Rechtsrheinische fortgesetzt werden.

Breslauer Platz: Die Gestaltungsvorschläge des Speer-Büros gehen bei der Entwicklung des Breslauer Platzes davon aus, dass sich das geplante Fußballmuseum des DFB integrieren lässt. Der Platz müsse so gestaltet werden, „dass er sich nicht vom Rhein abschottet“.



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