Erstellt 13.08.08, 21:03h, aktualisiert 14.08.08, 08:21h
Durch körperliche Aktivität wird der Testosteronspiegel bei Männern stimuliert. Regelmäßig bis zu 45 Minuten Ausdauersport zu treiben, bringt den Hormonhaushalt in Schwung. Dadurch wird der Sportler frischer, dynamischer, er schläft besser und auch sein Sexualtrieb wird angeregt. Trainiert er aber zu lange, kehren sich die positiven Effekte um. Marathonläufer können mit dem Langstreckenlauf auf Dauer ihren Hormonhaushalt verderben, was sich in Müdigkeit, Abgeschlagenheit und einer verminderten Libido äußert. Ausdauersportler sollten ihren Testosteronwert deshalb ein- bis zweimal pro Jahr überprüfen lassen, rät Dr. Frank Sommer, Professor für Männergesundheit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. So kann das Training optimal eingestellt werden.
Dem Organismus durch Doping künstlich Testosteron zuzuführen, bringt die natürlichen Abläufe dagegen völlig durcheinander. Der Körper gewöhnt sich schnell daran, das Hormon von außen verabreicht zu bekommen - und stellt die eigene Herstellung ein. Wird das Mittel dann abgesetzt, hat der Körper Schwierigkeiten, die Produktion wieder anzuregen. Doping mit Testosteron kann bei Männern außerdem langfristig zu Lebererkrankungen führen. Bei Frauen kann es passieren, dass sich die Klitoris in einen kleinen Penis umformt. (mp)
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