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Rheinland-Pokal

Papal Bull galoppiert in Köln

Von Patrick Bücheler, 14.08.08, 22:25h, aktualisiert 15.08.08, 09:03h

Papal Bull tritt an. Damit fordert das drittbeste Rennpferd der Welt den deutschen Derbysieger Kamsin beim Rheinland-Pokal in Weidenpesch heraus. Doch hierzulande ist der Galopper noch völlig unbekannt.

Ryan Moore
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Papal Bulls Jockey Ryan Moore. (Bild: GI)
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Papal Bulls Jockey Ryan Moore. (Bild: GI)
- Die Sensation war am Donnerstagmittag perfekt. Als das Starterfeld des Rheinland-Pokals der Sparkasse Köln-Bonn offiziell wurde, tauchte der Name Papal Bull darin tatsächlich auf. Papal Bull? Hierzulande noch unbekannt, ist dieser fünf Jahre alte Hengst nichts anderes als das drittbeste Galopprennpferd der Welt. Nimmt man nur die Grasbahn als Maßstab, ist Papal Bull sogar weltweit die Nummer zwei. Dass in dem 155 000-Euro-Rennen am Sonntag (ab 14 Uhr, Weidenpesch) zudem noch der amtierende deutsche Derbysieger Kamsin am Start ist, verleiht dem Rheinland-Pokal das Prädikat „historisch“, und diese Konstellation wertet den Galopper-Standort Köln ungemein auf.

Harald Siemen, beim Galopper-Dachverband als sogenannter Handicapper für die Leistungseinschätzung der Pferde zuständig und grundsätzlich eher zurückhaltend mit Superlativen, bringt es auf den Punkt: „Ein Zusammentreffen eines solchen Hochkaräters mit dem aktuellen Derbysieger hat es auf deutschem Boden noch nicht gegeben. Und ich bezweifle, dass überhaupt schon jemals ein aktuell drittbestes Pferd der Welt in einem deutschen Rennen gestartet ist.“ „Das Rennen steht seit kurzem in unseren Planungen“, wird die Umgebung des Hengstes zitiert.

Papal Bull also in Köln, geritten dazu noch vom amtierenden englischen Champion Ryan Moore und von Trainerlegende Sir Michael Stoute trainiert - eine bessere Zugnummer hätte sich der Veranstalter für einen seiner wichtigsten Jahresrenntage gar nicht wünschen können, und für die deutschen Grand- Prix-Galopper ist das eine erstklassige Möglichkeit der Standortbestimmung. Wie gut ist er, der amtierende Derbysieger Kamsin? Wie gut ist er, der hochtalentierte, aber immer auch extrem schwierige Oriental Tiger? „Das ist eine einmalige Chance für alle anderen, sich zu profilieren“, sagt Experte Siemen.

Peter Schiergen, in Köln vor Ort Trainer von Kamsin, ist sich der Schwere der Aufgabe für sein Pferd durchaus bewusst, erkennt indes auch die Vorteile: „Wir wissen nach dem Rennen, wo wir mit Kamsin stehen.“ Den wichtigsten Sieg seines Lebens, den Derbysieg, kann dem drei Jahre alten Hengst Kamsin ohnehin niemand mehr nehmen. Derbysieger des Turfs, das ist vergleichbar einem Olympiasieg. Mit der Besonderheit, dass ein Pferd nur einmal im Leben die Chance hat, den Derbysieg zu erreichen. Wer diese Chance im Alter von drei Jahren verpasst, hat nie mehr die zweite Chance.



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