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Abstellplätze verdoppelt

Mit dem Fahrrad unterwegs

Von Malina Opitz, 14.08.08, 19:41h

Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern ist 2007 leicht gestiegen - diese Bilanz zieht der städtische Fahrradbeauftragte Jürgen Möllers. Die Zülpicher Straße ist die am meisten "beradelte" Strecke.

Fahrradfahren in Köln
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Fahrrad-Markierungen werden auf der Fahrbahn aufgemalt. (Bild: Grönert)
Fahrradfahren in Köln
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Fahrrad-Markierungen werden auf der Fahrbahn aufgemalt. (Bild: Grönert)
Köln - Vorm Stadthaus Deutz, in dem der städtische Fahrradbeauftragte Jürgen Möllers arbeitet, sind Dutzende Räder an Bäume und Straßenlaternen gekettet. Richtige Fahrradabstellplätze sind Mangelware, nicht nur in Deutz. Um die Stadt fahrradfreundlicher zu machen, hat Möllers in seinem ersten Amtsjahr die Zahl der Fahrradparkplätze von 655 auf 1310 verdoppelt. Zudem wurden nach seinen Angaben 600 Einbahnstraßen für Radfahrer geöffnet, zahlreiche Radwege erneuert und Schutzstreifen auf den Fahrbahnen markiert. Von den neuen Abstellplätzen profitiert vor allem die Innenstadt; hier können die Drahtesel jetzt an knapp 750 offiziellen Standorten angekettet werden. In Ehrenfeld, wo es laut Möllers mittlerweile mehr Räder als Autos gibt, wurden 234 Fahrradparkplätze eingerichtet.

Insgesamt gibt es in der Stadt schätzungsweise eine Million Fahrräder, „Tendenz steigend“, wie Möllers sagt. Leider stiegen parallel auch die Fahrradunfälle: 1463 waren es laut Polizeistatistik 2007, im Jahr zuvor waren es 1340. Damit das Radfahren sicherer wird, hat das Amt für Straßen und Verkehrstechnik sein Konzept in den letzten Jahren geändert. „Vor zehn Jahren wurden Radwege immer von der Fahrbahn abgesetzt“, erklärte Abteilungsleiterin Angela Stolte-Neumann. „Heute machen wir lieber einen Radstreifen auf der Fahrbahn. Das ist die sicherere Lösung.“ Die Unfallstatistik gibt ihr Recht. So verunglückten auf der Venloer Straße, die einen eigenen Radweg hat, auf einem Kilometer doppelt so viele Radfahrer wie auf der Neusser Straße, die einen Schutzstreifen auf der Fahrbahn hat. Diese haben nach den Worten Möllers zwei große Vorteile: Erstens würden Radfahrer von Autofahrern seltener übersehen, wenn sie die Straße queren wollen, und zweitens werde der Konflikt mit den Fußgängern entschärft.

Mit verschiedenen Methoden zählt das Amt seit einiger Zeit in zahlreichen Straßen die Zahl der Radfahrer: Danach ist die Zülpicher Straße an der Mensa die mit Abstand meist „beradelte“ Straße: 700 Räder rollen hier stündlich über den Asphalt. Es folgen Universitätsstraße und Hohenzollernring.



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