Von Matthias Pesch, 15.08.08, 19:00h
Die Station soll ihren Ruf als international renommierter Kunstort behalten, an dem „Kirche und zeitgenössische Kunst autonom nebeneinander bestehen und miteinander in Dialog treten“, so Reinhild Bopp-Grüter, Vorsitzende der Kölner Rubens-Gesellschaft. Gleichwohl will Pfarrer Holter auch die Tradition der spirituellen Angebote wie Gottesdienste, Exerzitien und Glaubensgespräche „fortsetzen und erweitern“.
Das Programm von St. Peter erhält künftig ein drittes „Standbein“: Neben Kunst und Musik bekommt auch die Literatur ihren Raum. Die Spanierin Elia Barceló macht am 24. September (19.30 Uhr) mit ihrem Roman „Die Stimmen der Vergangenheit“ den Anfang, am 5. November liest der Lyriker José Oliver. Ziel sei es, mit den Lesungen „Signale“ zu setzen im alltäglichen „Rauschen“ mehr oder weniger bedeutender Worte, so Stefan Swat vom Literaturbeirat.
An der „modernsten Orgel der Welt“, so Organist Dominik Susteck, wird ausschließlich zeitgenössische Musik gespielt. Einmal im Monat erklingen Orgelimprovisationen, am 20. September ist die Kirche Veranstaltungsort der „Kölner Musiknacht“, vom 30. September bis 5. Oktober steht mit den „Orgel-Mixturen“ ein internationales Festival auf dem Programm, am 17. Oktober begleitet Susteck den Stummfilm „Tartüff“ aus dem Jahr 1925. In der nächsten Kunstausstellung zeigt ab 6. September der japanische Künstler Noriyuki Haraguchi eine mit Öl gefüllte Wanne - eine Auseinandersetzung mit dem Thema Spiegelungen.
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