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Brasilien

Werben um deutsche Firmen

Von Katrin Diener, 25.08.08, 22:51h

Derzeit finden in Köln die 26. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage statt. Das Schwellenland verzeichnet seit Jahren einen stabilen Aufschwung. Zur Fußball-WM 2014 im eigenen Land sollen Infrastruktur und Energiesicherheit verbessert werden.

Deutsch-bras. Wirtschaftstage
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Aluminium-Hütte im nordbrasilianischen Barcarena. Brasilien zählt zu den aufstrebenden Volkswirtschaften und wirbt auch um deutsche Investoren. (BILD: RTR)
Deutsch-bras. Wirtschaftstage
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Aluminium-Hütte im nordbrasilianischen Barcarena. Brasilien zählt zu den aufstrebenden Volkswirtschaften und wirbt auch um deutsche Investoren. (BILD: RTR)
KÖLN - Erneut meldet sich der Mann in der ersten Reihe des Kongresssaals zu Wort. Seine Stimme klingt dunkel und weich. Er erzählt, er schwärmt, und er lockt. Ganz direkt: „Deutsche Firmen sollten bei uns investieren“, sagt Luiz Carlos Vitório, Gouverneur der kleinen Region Santa Catarina im Süden Brasiliens, „denn unsere Wirtschaft wächst noch stärker als die der anderen Bundesländer.“ Werben, kontaktieren und investieren - darum dreht sich alles bei den 26. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen in Köln, an deren Eröffnung am Montag auch Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma und Nordrheinwestfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers teilnahmen. Bis Dienstag wird hier noch mit 500 Teilnehmern weiter über die wirtschaftliche Zusammenarbeit Brasiliens und Deutschlands diskutiert. Zu den Themenschwerpunkten gehören die Verbesserung von Mobilität, Energiesicherheit und Klimaschutz - und dabei sollen dem südamerikanischen Land deutsche Firmen behilflich sein.

Stabiler Aufwärtstrend

Brasilien ist im Aufschwung. Das Land ist der wichtigste Produzent von Kaffee, Zucker und Erz. Mit 190 Millionen Einwohnern und einem stabil wachsenden Bruttoinlandsprodukt von über 1,3 Milliarden US-Dollar (2007) zählt Brasilien zu den großen aufstrebenden Volkswirtschaften. „So eine stabile Wirtschaftslage wie zurzeit gab es noch nie“, sagt Brasiliens Vize-Außenminister Samuel Pinheiro Guimares, „das ist für die Brasilianer eine ungewohnte Situation.“ Auch ausländische Firmen haben Anteil an dem Wirtschaftswachstum. Allein deutsche Unternehmen erwirtschaften gegenwärtig mehr als acht Prozent des brasilianischen Bruttoinlandsproduktes. Mit steigender Tendenz. In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Handelsvolumen beider Länder verdoppelt. Und die Wirtschaft soll weiter wachsen. Dafür will die brasilianische Regierung ordentlich investieren. Auch hinsichtlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien im Jahr 2014.

Und bis dahin soll nicht nur, sondern muss noch einiges passieren. Die brasilianische Regierung will in den Bereichen Infrastruktur in der Energiesicherheit bis 2010 insgesamt 200 Milliarden Euro aufwenden. Damit soll unter anderem zwischen Rio de Janeiro und São Paulo eine Bahnverbindung mit einem Schnellzug entstehen, der die 400 Kilometer lange Strecke in 90 Minuten zurücklegt.

„Die deutsche Wirtschaft kann einen großen Beitrag leisten“, sagt Jürgen Thumann, Präsident des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), „gerade hinsichtlich der WM. Denn wir haben mit der Ausrichtung 2006 genug Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt.“



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