Von Katrin Diener, 25.08.08, 22:51h
Brasilien ist im Aufschwung. Das Land ist der wichtigste Produzent von Kaffee, Zucker und Erz. Mit 190 Millionen Einwohnern und einem stabil wachsenden Bruttoinlandsprodukt von über 1,3 Milliarden US-Dollar (2007) zählt Brasilien zu den großen aufstrebenden Volkswirtschaften. „So eine stabile Wirtschaftslage wie zurzeit gab es noch nie“, sagt Brasiliens Vize-Außenminister Samuel Pinheiro Guimares, „das ist für die Brasilianer eine ungewohnte Situation.“ Auch ausländische Firmen haben Anteil an dem Wirtschaftswachstum. Allein deutsche Unternehmen erwirtschaften gegenwärtig mehr als acht Prozent des brasilianischen Bruttoinlandsproduktes. Mit steigender Tendenz. In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Handelsvolumen beider Länder verdoppelt. Und die Wirtschaft soll weiter wachsen. Dafür will die brasilianische Regierung ordentlich investieren. Auch hinsichtlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien im Jahr 2014.
Und bis dahin soll nicht nur, sondern muss noch einiges passieren. Die brasilianische Regierung will in den Bereichen Infrastruktur in der Energiesicherheit bis 2010 insgesamt 200 Milliarden Euro aufwenden. Damit soll unter anderem zwischen Rio de Janeiro und São Paulo eine Bahnverbindung mit einem Schnellzug entstehen, der die 400 Kilometer lange Strecke in 90 Minuten zurücklegt.
„Die deutsche Wirtschaft kann einen großen Beitrag leisten“, sagt Jürgen Thumann, Präsident des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), „gerade hinsichtlich der WM. Denn wir haben mit der Ausrichtung 2006 genug Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt.“
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