Julia Böhnke organisiert den „Tag gegen rechts“. (Bild: M;eurer)
Julia Böhnke organisiert den „Tag gegen rechts“. (Bild: M;eurer)
„Die Aufklärungsarbeit zur rechtsradikalen Szene ist enorm wichtig. Mit unserem aktuellen Projekt möchten wir gegen jegliche Art von Rechtsextremismus protestieren“, sagt Julia Böhnke. Eineinhalb Jahre lang war die 20-Jährige im Landesvorstand der Landesschülervertretung NRW und verwaltet nun gemeinsam mit fünf weiteren Jugendlichen den „Tag gegen Rechts“, der am kommenden Samstag im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium stattfindet. „Zum einen wollen wir die Propaganda in rechtsradikalen Schülerzeitungen wie »Objektiv« aufdecken, zum anderen Gegenstrategien und Handlungsmöglichkeiten vorführen, die helfen sollen, die Konfrontation mit dem Rechtsradikalismus erfolgreich zu meistern“, sagt Julia. „Die Leute sollen lernen, ernsthaft gegen Organisationen wie „Pro Köln“ zu argumentieren. Es reicht nicht, einfach zu sagen: »Ausländerfeindlichkeit ist gemein, Türken sind nicht alle blöd.«“
Der Tag gegen rechts bietet rund 300 Teilnehmern ein ausgiebiges Programm mit Workshops und Vorträgen, darunter „Soziale Demagogie der NPD - Wie Nazis heucheln“ und „Code, Symbole und Lifestyle der rechten Szene“.
Mit Vorwürfen wie „Ihr versucht einfach so, die Jugendkriminalität unter den Ausländern zu verleugnen“ wurde das Projekt der Landesschülervertretung von rechten Organisationen bereits scharf kritisiert. Zu einer näheren Aussprache sei es jedoch nicht gekommen. „Extremisten sind meist nicht bereit, sich einem sachlichen Gespräch zu stellen“, so Julia.