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Seifenkisten-Cup

Mit Schmackes die Rampe runter

Von Stefan Andres, 14.09.08, 17:50h

Mit bis zu 50 Sachen rauschten die wahnwitzigen Rennkisten namens „Grave Digger“, „Wildwilli“ oder „Sauseblitz 1000“ beim Smidt-Seifenkisten-Cup ins Ziel. Der Regen endete gerade noch rechtzeitig.

Seifenkisten Edelrath
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Abenteuerliche Seifenkisten beim Edelrather Cup. (Bild: Ralf Krieger)
Seifenkisten Edelrath
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Abenteuerliche Seifenkisten beim Edelrather Cup. (Bild: Ralf Krieger)
Schlebusch - Wo ist die Ideallinie auf dem Edelrather Weg? Am Samstag waren es 33 unerschrockene Piloten in ihren heißen Kisten, die sich auf die Suche machten nach der schnellsten Verbindung zwischen Start und Ziel. Im Ziel warteten auf die tollkühnen Seifenkisten-Fahrer nicht nur Frauen mit tollen Frisuren und Leckereien wie frische Waffeln auf dem Festplatz, sondern vor allem der Applaus der Zuschauer.

Edelrath wieder im Rennfieber: Wahnwitzige Rennkisten, von „Grave Digger“ über „Wildwilli“ bis „Sauseblitz 1000“, stritten um den Sieg. Dabei hatte es zunächst gar nicht danach ausgesehen, als würde ein Rennen über den Asphalt gehen können. Regen hatte für eine nasse Strecke gesorgt, dem Rennen drohte die Absage. Aber ab Mittag, so hatte es die Wettervorhersage prognostiziert, sollte es nicht mehr regnen. Also trafen die Veranstalter vom Sportpark Leverkusen und der Edelrather „Gesellschaft Erholung“ ab dem Morgengrauen unbeirrt alle Vorbereitungen für den Renntag, bauten die neue Rampe auf, die den Fahrern Schwung auf den ersten Metern verleihen sollte.

Nasser Asphalt

Und tatsächlich: Die Wolken hielten bald inne. Nun galt es nur noch zu warten, dass der Asphalt trocknete. Das verzögerte den Ablauf zwar, „die Trainingsläufe haben wir ausfallen lassen, und den Anfang haben dann die Erwachsenen gemacht“, erläuterte Marc Riemann vom Sportpark. So war es schließlich alleine die Zuschauerresonanz, die hinter den Erwartungen zurückblieb. Josef Weber von der Gesellschaft Erholung war heilfroh: „Das wichtigste ist doch, dass die Kinder, die sich das ganze Jahr darauf freuen, ihr Rennen bekommen!“

Die Strecke war im Vergleich zum Vorjahr etwas kürzer, daher konnten die Kisten nicht ganz die Spitzengeschwindigkeiten der Vorjahre erreichen. Zu 50 Stundenkilometern im Ziel reichte es oft dennoch. Im „Doppelten K.o.-System“ wurden die Sieger in den drei Altersklassen ermittelt: Wer zwei Duelle verlor, war raus. Manfred Wecking vom „Tüv“ hatte vorab alle Kisten einem kritischen Blick unterzogen. Ergebnis: Alle durften starten. „Nur einige scharfe Kanten mussten noch ausgebessert und eine Lenkung etwas optimiert werden.“ Kleine Unfälle konnten aber nicht ganz verhindert werden: Ein Fahrer stürzte nach der Zieldurchfahrt, ihm musste der Arm vor Ort von den Maltesern geschient werden. Noch kurz vor dem Ziel kam ein tollkühner Flitzer spektakulär von der Fahrbahn ab und erwischte gar einen verblüfften Streckenposten. Posten und Pilot blieben aber unversehrt, einzig die Rennmaschine hatte den Crash nicht überstanden.

Im Ziel hielt Tim Feister als Moderator die Zuschauer bei Laune, organisatorisch hielt Patricia Franken vom Sportpark-Team am Start alle Fäden in der Hand. Nachdem der Regen aufgehört hatte, konnte sie sogar noch einen „dramatischen Anstieg“ der Teilnehmerzahlen vermelden: Für die Bobbycar-Klasse hatten sich noch Renn-Asse auf den letzten Drücker angemeldet, darunter der elfjährige Niklas Schmidt aus Quettingen: „Zu Hause bei uns ist ein Berg, auf dem ich immer übe“, fühlte er sich bestens vorbereitet für die Herausforderung Edelrath. So wie Gottfried Eisele und Stephan Halm in „Evil Duck“ und „Zebra Duck“: Gegen die „böse“ Ente, ganz in Schwarz und hochgerüstet, MP3-Musikbeschallung inklusive, war die technisch bescheidenere Zebra-Ente deutlich schneller. Teamtechniker Thomas Gober widersprach dem Titel „Geheimfavorit“ vorab nicht. Immerhin: Am Ende reichte es in ihrer Klasse zu den Plätzen zwei und drei.



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