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Rechtsextreme Bewegung "Pro NRW"

Kundgebung und Gegendemonstration

Erstellt 16.09.08, 19:17h, aktualisiert 02.06.15, 04:15h

Der "Anti-Islam-Kongress" von "Pro NRW" wirft seine Schatten auch auf Leverkusen. Die Rechtsextremen haben für Freitag eine Kundgebung in Wiesdorf angekündigt. Die Gegendemonstranten organisieren sich ebenfalls.

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Im Juni zogen rund 170 Schülerinnen und Schüler durch die Opladener Innenstadt, um gegen die rechtsextreme Bewegung "Pro NRW" zu demonstrieren. (Archivbild: Ralf Krieger)
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Im Juni zogen rund 170 Schülerinnen und Schüler durch die Opladener Innenstadt, um gegen die rechtsextreme Bewegung "Pro NRW" zu demonstrieren. (Archivbild: Ralf Krieger)
Wiesdorf - Der Kongress, den die rechtsextreme Bewegung „Pro NRW“ am Wochenende in Köln abhält, soll auch in Leverkusen zu spüren sein. Am Freitag ist um 11 Uhr auf dem Wiesdorfer Platz / Ecke Breidenbachstraße eine Kundgebung geplant. Auf der soll neben Jörg Uckermann, dem Kandidaten der Rechtsextremen für die Oberbürgermeisterwahl, eine Abgeordnete der flandrischen Rechtspopulisten „Vlaams Belang“ sprechen: Hilde de Lobel. Der Auftritt ist Bestandteil des „Anti-Islam-Kongress“, den „Pro NRW“ am Wochenende in Köln abhält. „Es wurden 100 Teilnehmer angemeldet“, sagte am Dienstag Polizeisprecher Georg Kraußhaar.

Der Auftritt der Rechtsextremen wird in Leverkusen aber nicht ohne Echo bleiben: Manfred Demmer und der Gewerkschafter Wolfgang Stückle, Betriebsratsvorsitzender des Klinikums, haben eine Gegendemonstration angemeldet: Wenige Meter weiter, an der Ecke Otto-Grimm-Straße / Wiesdorfer Platz, werden sich ab 11 Uhr linke Kräfte zu Wort melden. Die Aktion wird außerdem getragen vom Kulturausbesserungswerk und der Antifaschistischen Aktion Leverkusen. Zwar haben die Linken der Polizei nur „etwa zehn Teilnehmer“ gemeldet - trotzdem „haben wir Vorsorge getroffen“, versicherte Kraußhaar. Seit „Pro NRW“ regelmäßig mit Infoständen in der Stadt auftritt, gab es Zusammenstöße: „Wir müssen immer ein Auge drauf haben“, beschrieb Kraußhaar die Situation.

Auch eine interne Abschlussveranstaltung ihres Kongresses haben die Rechtsextremen in Leverkusen angesiedelt: Am Sonntag sollen sich in einem bislang ungenannten Saal bis zu 400 Teilnehmer der Veranstaltung zusammenfinden. Auch auf diese Demonstration der Rechtsextremen wollen linke Aktivisten antworten: Für 10 Uhr haben sie - wiederum an der Ecke Otto-Grimm-Straße / Wiesdorfer Platz eine Mahnwache angemeldet. (tk)



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