Von Thorsten Moeck, 17.09.08, 21:25h, aktualisiert 18.09.08, 09:48h
Von der Polizei ist Flexibilität gefordert, denn über den Verlauf vieler Veranstaltungen sollen die Rechtsextremen die Einsatzleitung im Unklaren gelassen haben. Ende vergangener Woche hatte „Pro Köln“ erklärt, auf Anweisung der Polizei die Orte einzelner Veranstaltungen nicht bekanntgeben zu dürfen. Dies ist falsch, so die Polizei. „Die Information des Veranstalters entspricht nicht den Tatsachen“, sagte Michael Temme. Es liege im Interesse der Polizei, über Ort und Ablauf der Veranstaltungen informiert zu sein.
Am Freitag planen die Rechten mit ihren Gesinnungsgenossen aus dem Ausland eine Busrundfahrt durch Köln. Die exakte Route sei der Polizei bislang nicht mitgeteilt worden. Man rechnet damit, dass der Bus in Mülheim durch die Keupstraße und nach Ehrenfeld zum Moschee-Gelände der Ditib fahren wird. Sollte der Bus blockiert werden, will die Polizei offenbar nicht unbedingt die Straße räumen. „Wir sehen das Ganze als touristischen Programmpunkt. Es gibt kein Recht auf eine Durchsetzung dieser Fahrt“, sagte Temme.
Ein juristisches Hickhack um die Kundgebung der Rechten auf dem Heumarkt soll es nicht geben. Es gibt laut Polizei keine Alternative zu diesem Veranstaltungsort. Das Großaufgebot soll dafür sorgen, dass die Rechten ungehindert zum Heumarkt gelangen und die Gegendemonstranten am Zugang zum Platz gehindert werden. Die Polizei wird alle Hände voll zu tun haben, um ein Zusammentreffen von Rechten und Gegendemonstranten zu unterbinden. „Wir greifen entschlossen durch und dulden keine Gewalt“, sagte Temme. Brautpaare, die am Samstag heiraten, sollen mit Polizeischutz zum Rathaus eskortiert werden. In der City kommt es zu Verkehrsbehinderungen.
„Wir hoffen auf friedliche Proteste“, betonte Witich Rossmann, Sprecher der Initiative „Wir stellen uns quer“. Zehntausende Menschen sollen unter anderem auf Initiative des DGB, der Kirchen, der Christlich-Jüdischen Gesellschaft sowie von SPD, Grünen und der Linken am Samstag eine Menschenkette um den Heumarkt ziehen. Bei der Auftaktveranstaltung gegen die rechtsextreme Kundgebung spielt am Samstag auf dem Roncalliplatz auch die legendäre Formation LSE mit Tommy Engel, Rolf Lammers und Arno Steffen. Die Band, die sich 1997 getrennt hat, wird für den Protest gegen rechts auftreten.
Bürgertelefon der Polizei: 0221 / 229 7777
Wer zahlts?
21.09.2008 | 18.06 Uhr | Holzauge
Wer bezahlt eigentlich diesen ganzen teueren unnötig unsinnigen Mist? Wieder einmal alle Steuerzahler?
Ich wäre dafür, die Kosten der Fraktion…
Kosten wegen "Rechtradikaler"
19.09.2008 | 20.35 Uhr | t.rueger
Pro Köln sind doch gar nichts rechtsradikal. Und die Gewaltproblematik geht doch anscheinend von Islamisten und Linksradikalen aus. Sie wurden durch…
Geld ist kein Agument!
19.09.2008 | 15.07 Uhr | GeoO
... sondern nur vordergründige Emotionalisierung! Und dann noch die armen Kinder bestehlen! Das ist ja wohl eine Infamie die so platt ist, dass sie…
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