Von Matthias Pesch, 24.09.08, 20:35h
Davon können sich in Zukunft auch die Besucher ein Bild machen, die vom Roncalliplatz aus durch die beiden Tunnel zunächst zum mehr als 120 Quadratmeter großen neuen Eingangsraum für die Turmbesteigung und dann weiter zu den Ausgrabungen unter dem Dom gelangen. „Tunnel und Wände werden nicht verputzt“, sagt Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner. „Das Mauerwerk bleibt bis auf ein wenig Oberflächenkosmetik im Wesentlichen, wie es ist.“ Ein Stück begehbare Geschichte.
Von der Platzoberfläche aus ist von all dem noch nichts zu sehen. Was die Passanten hinter dem Bauzaun auf dem Roncalliplatz bislang erkennen, ist der Rohbau des neuen Eingangsbereichs, der nach den Plänen des Architekturbüros Kaspar Kraemer gestaltet wird. Der alte Kiosk ist abgerissen, an seiner Stelle entstehen ein neuer Kiosk, den die Kirche selbst betreiben will, sowie ein Turm mit einem Aufzug. Dazwischen führt eine offene Treppe auf einen nicht überdachten Hof. Von dort aus sind die öffentliche Toilettenanlage, die Tiefgarage und eben der neue Kassenraum zur Turmbesteigung erreichbar. Auch der letzte noch erhaltene römische Keller unter dem Roncalliplatz wird durch die Neugestaltung für die Besucher sichtbar gemacht. Die gesamte Anlage solle „offen und licht“ sein, so Schock-Werner, und „kein neues Pennerglück“ werden. Anlass für das aufwendige Bauprojekt war der Wunsch des Domkapitels, durch die Verlegung des Eingangs zur Turmbesteigung die Touristenströme umzuleiten und für mehr Ruhe im Dom zu sorgen.
Rund fünf Millionen Euro kostet das Vorhaben, darin sind die Kosten für Aufzugtechnik und Toilettenmodernisierung nicht enthalten, die von der Stadt getragen werden. Eine Million Euro schießt das Land dazu, rund 3,4 Millionen stammen vom Zentral-Dombau-Verein, der dafür seinen Jahresetat verdoppelte. „Das ist etwas Einmaliges, das bleibt“, begründete Präsident Michael H. G. Hoffmann den finanziellen Kraftakt. Die restlichen rund 600 000 Euro übernimmt das Domkapitel. Ende Februar 2009, davon geht Schock-Werner aus, wird der neue Eingangsbereich fertig sein: „Wir sind guter Dinge, dass wir das schaffen.“
„Wahrscheinlich weltweit einmalig“ ist laut Feldhoff dann die Tatsache, dass man für eine Turmbesteigung erst in die Tiefe muss. Das habe allerdings habe auch sein Gutes: Als deutscher Kirchturm mit den meisten Stufen ziehe der Dom dann am Ulmer Münster vorbei.
Pennerglück !!!
25.09.2008 | 09.09 Uhr | mitch
Ich denke die Aussgae "Pennnerglück" ist eher als Straßensprache ohne politische Wertung zu sehen. Schließlich muß man nicht alles auf die Goldwaage…
Pennerglück??
25.09.2008 | 08.22 Uhr | Boskopp
Ich kann nur den Kopf schütteln über diese Ausdrucksweise und hoffen dass sich dahinter keine Einstellung verbirgt.
Die Kirche sollte doch für die…
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