Von Frank Weiffen, 26.09.08, 18:29h
Denn der 44-Jährige, der im Mittelpunkt unseres heutigen, dritten Rätsels zur Leverkusener Kunstnacht am 24. Oktober steht, hat es nicht so mit der Mansarde. Nicht nur, dass Bernd Wachtmeister im Erdgeschoss seiner Wohnung in Bürrig arbeitet. „Ich bin“, sagt er, „auch ein absoluter Ordnungsfanatiker.“ Weswegen sein Zimmer auch keine Reizüberflutung bietet: Da steht ein Ledersofa, ein langer Schreibtisch mit Computer, ein kleines Regal mit Büchern über „Visual Art“ oder „Grafic Design“. Und eher unscheinbar aneinander gereiht an der Wand eine Auswahl seiner bisherigen Bilder.
Dass das Chaos bei Bernd Wachtmeister ausbleibt, hängt jedoch nicht nur mit seiner Ordnungsliebe zusammen. Auch seine Arbeitsweise spielt eine große Rolle: Der gebürtige Leverkusener kreiert seine Bilder nämlich beinahe ausnahmslos am PC-Bildschirm - eine in hiesigen Künstlerkreisen sicherlich nicht alltägliche Methode. Geschuldet ist sie Bernd Wachtmeisters Studium der Visuellen Kommunikation in Köln, aus dem er als Diplom-Designer hervorging, der sich neben der Kunst auch freischaffend der Mitarbeit in Werbeagenturen verschrieben hat.
Was Bernd Wachtmeister - der alleine in Bürrig wohnt und Vater einer Tochter ist - in seinen stets bunten und mit deutlichen Verweisen zum Cartoon und Comic versehenen Bildern sichtbar macht, das sind zumeist ganz alltägliche Dinge und Gedanken übers Leben und die Liebe. „Eigene Erfahrungen, Bücher und vor allem Musik sind wichtige Inspirationsquellen für mich“, sagt er. Mit ihnen könne er Emotionen und Empfindungen einfangen, für die er zunächst mit schwarzem Stift auf weißem Papier (Figuren-)Skizzen anfertige, ehe diese am Computer bearbeitet würden. Eines seiner bekanntesten Bilder mit dem Titel „Lebenspuzzle“ etwa zeigt Fantasiegeschöpfe zwischen Mensch und Tier, die miteinander verwoben und verknotet sind. Auf einem anderen Bild - genannt „Unser Abend“ - umarmen sich vor dunklem Hintergrund zwei Figuren, die von der Form her aussehen wie Mond und Komet. Es gibt lustige „Cyberspace Bunnies“ (Hasen), „Cats“ (Katzen) und „Doggies“ (Hunde) zu sehen. Einige Bilder mit Titeln wie „Liebe und Leiden“, „Unbestimmtes Bauchgefühl“ oder „Im trügerischen Bad der Selbstzufriedenheit“ (eine hochmütig dreinblickende Ente mit menschlichen Füßen schwimmt durchs Wasser) sind dagegen eher melancholisch, nicht sofort zu deuten und regen gerade deshalb zum Nachdenken an.
Unser heutiges Rätselbild mit den zwei bunten Tukans - der eine groß, der andere klein - steht dem in nichts nach: Auch hierbei muss durchaus ein wenig geknobelt werden, um den Titel zu erraten. Bernd Wachtmeister konzipierte das Bild vor einigen Jahren. Das allererste Exemplar widmete und schenkte er seinen Eltern. Das zweite ist auf dem nebenstehenden Foto zu sehen. Und das dritte stellt der Künstler als Rätselgewinn zur Verfügung. Wie das möglich ist? Ganz einfach: Weil die Bilder am Computer entstehen, sind sie natürlich auch reproduzierbar und nicht auf ein Original begrenzt. Wobei Bernd Wachtmeister von jedem Bild nach eigener Aussage nur eine streng limitierte Auflage anfertige. Also, liebe Leser: Wie könnte das Bild heißen? Wie immer stehen drei mögliche Titel im Kasten nebenan, aber nur einer davon ist der richtige. Viel Glück beim Rätseln!
Neben dem Original unseres Rätselbildes als ersten Preis gibt es in dieser Woche noch Kunstkalender, Kunst-Kataloge, kunstvoll gestaltete Taschenbücher und Freikarten für Konzerte im Wiesdorfer Jazzclub „topos“ zu gewinnen. „Glücksfee“ für die Gewinner wird wie jede Woche ein Mitarbeiter der „Kultur-Stadt Lev“ sein. Die glücklichen Sieger werden am kommenden Samstag in unserer Zeitung genannt und erhalten ihre Gewinne dann im Rahmen eines Empfangs in den Tagen vor der Kunstnacht im Schloss Morsbroich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
Anzeige