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Neulandpark

Störenfriede fürchten den Dobermann

Erstellt 30.09.08, 19:03h

Selim Albayrak und sein Hund „Ates“ bewachen weiterhin den Wiesdorfer Neulandpark. Manche Besucher sind dort nämlich nicht gerne gesehen, weil sie immer wieder Sachschäden hinterlassen haben.

Wachdienst im Neulandpark.
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Selim Albayrak und Dobermann "Ates" wachen, unterstützt von Peter Naacke (r.) weiterhin über den Neulandpark. (Bild: Ralf Krieger)
Wachdienst im Neulandpark.
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Selim Albayrak und Dobermann "Ates" wachen, unterstützt von Peter Naacke (r.) weiterhin über den Neulandpark. (Bild: Ralf Krieger)
Wiesdorf - Auch wenn die Nächte kälter und die Tage trüber werden, zählt der Neulandpark weiterhin zu den beliebtesten Naherholungszielen der Leverkusener. Manche Besucher sind aber gar nicht gerne gesehen, weil sie allein in diesem Jahr schon mehr als 30.000 Euro Sachschaden hinterlassen haben (wir berichteten). Seit Beginn der Sommerferien patrouilliert deshalb ein nächtlicher Sicherheitsdienst in den Gärten am Rhein - seitdem haben die Verwüstungen stark nachgelassen.

Verein überfordert

Mitte August zog Hans-Max Deutschle, der Leiter des für den Park zuständigen Grünflächenamts, eine äußerst positive, wenn auch vorläufige Bilanz dieser vom Förderverein finanzierten Einrichtung, machte aber auch gleichzeitig klar, dass der Verein den Wachdienst nicht dauerhaft bezahlen kann. Trotz der angespannten Haushaltslage, hieß es seinerzeit, werde die Stadt daher selbst dafür sorgen, dass der Neulandpark von Störenfrieden verschont bleibt, und in diesem Herbst sollte die Bewachung öffentlich ausgeschrieben werden.

Gute Chancen, den Auftrag zu bekommen, rechnete sich schon damals Selim Albayrak, Inhaber des Hitdorfer Sicherheitsdienstes „Moprotec Security“, aus. Ihm und seinem Dobermann „Ates“ („Feuer“) ist es zu verdanken, dass die Zerstörungswut in den vergangenen Monaten so wirkungsvoll eingedämmt werden konnte. An allen Wochenenden und mehrmals in der Woche war das Team nachts im Park unterwegs, wobei vor allem der Spürnase des Wachhunds kaum ein Eindringling entging. Mit durchschlagendem Erfolg: Während Albayrak zu Beginn noch umfangreiche Berichte schreiben musste, beschränkten sich seine Tagebucheinträge nach einigen Wochen immer öfter auf „keine besonderen Vorkommnisse“. Wegen dieser kaum erhofften Entwicklung und weil Albayrak der Stadt auch ein äußerst entgegenkommendes Angebot machte, ist sein Auftrag mittlerweile bis auf weiteres verlängert worden. Die Ausschreibung plant die Verwaltung inzwischen erst für das kommende Frühjahr. Bis dahin bleibt der Neulandpark in bewährten Händen. (hz)



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