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Klimaschutz

Kampf dem „Kohlosaurus“

Von Sandra Kiepels, 12.10.08, 20:53h

Keine weiteren Kohlekraftwerke in Deutschland: Das ist die Forderung der „Klima-Allianz“, die am Samstag mit einer Diskussion zum Thema „Zukunft statt Kohle - Dinosaurier-Technologie stoppen“ auf ihrer bundesweiten „Anti-Kohle-Tour“ auf der Domplatte Station machte.

Demonstration
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Mit Hilfe eines „Dinosauriers“ wollte die Klima-Allianz auf die Bedrohung der Umwelt durch den Bau weiterer Kohlekraftwerke aufmerksam machen. (Bild: Rakoczy)
Demonstration
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Mit Hilfe eines „Dinosauriers“ wollte die Klima-Allianz auf die Bedrohung der Umwelt durch den Bau weiterer Kohlekraftwerke aufmerksam machen. (Bild: Rakoczy)
Innenstadt - „Mehr als 25 neue Kohlekraftwerke sind für die nächsten Jahre geplant, davon allein elf in Nordrhein-Westfalen“, kritisierte Dirk Jansen, Landesgeschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (Bund). „NRW ist so schon Klimakiller Nummer eins.“ Mit einem CO-Ausstoß von 300 Millionen Tonnen im Jahr und 16 Tonnen pro Bürger „sind wir auf einem Level wie in den USA“.

Jansen forderte eine sofortige Abkehr von den Kohlekraftwerken: „Sie sind das Relikt einer Dampfmaschinen-Vergangenheit.“ Ein Kohlekraftwerk nutze maximal 46 Prozent der investierten Energie, „der Rest wird in die Atmosphäre gepustet“. Dabei setzten Kohlekraftwerke 950 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde frei. Ein CO-freies Kraftwerk gebe es nicht und werde es auch nicht geben, so Jansen. Stattdessen sollte man verstärkt in erneuerbare Energien investieren und Gaskraftwerke mit Gas- / Wärmekopplung nutzen.

Jochen Ott, Kölner SPD-Chef und stellvertretender Landesvorsitzender, hatte es da mit seiner Position schwer. „Das Energieproblem kann man in den nächsten zehn Jahren nicht lösen“, sagte Ott. „Wir brauchen eine Übergangslösung.“ Er befürworte daher neue Kohlekraftwerke. Deutschland sollte moderne Kraftwerkstechnologien entwickeln und diese dann nach China verkaufen. Lokaler sah Helmut Spahn, Sprecher des Aktionsbündnis Stommeler Bürger „Leben ohne Braunkohle“, das Problem: „Die Kohlekraftwerke stoßen nicht nur schädigende Stoffe wie Schwefeldioxid und Feinstaub aus, sondern sorgen auch für eine zusätzliche Bewölkung von fünf Prozent.“

Die rund 150 Zuschauer beteiligten sich lebhaft an der Diskussion. Zum Abschluss wurden aus dem Bauch des fünf Meter hohen Kohlekraftwerk-Dinosaurier, dem „Kohlosaurus“, Tausende schwarze Luftballons freigelassen.



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