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Entsetzte Tierfreunde

Mit Gewehr auf Katze geschossen

Von Britta Wonnemann, 13.10.08, 16:47h

Im Elsdorfer Ortsteil Esch wurden schon mehrfach Tiere gequält. Tierfreunde bitten die Bevölkerung in Flugblättern um Mithilfe und erstatteten Strafanzeige.

Ein unbekannter Täter hat Jenny eine...
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Ein unbekannter Täter hat Jenny eine Drahtschlinge um den Bauch gebunden, die innere Verletzungen verursacht hat. BILD: WO
Ein unbekannter Täter hat Jenny eine...
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Ein unbekannter Täter hat Jenny eine Drahtschlinge um den Bauch gebunden, die innere Verletzungen verursacht hat. BILD: WO
Elsdorf-Esch - Im Bereich Wiesenstraße / Mauritiusweg treibt im Moment offenbar ein brutaler Tierquäler sein Unwesen. Vor knapp zwei Wochen kamen die Katzen einer Anwohnerin verletzt nach Hause: „Rocky“ hatte ein blutiges Maul, weil einige Zähne eingeschlagen waren. „Ihm hat wohl jemand ins Gesicht getreten“, vermutet Irmgard Treiber, die mit der Besitzerin befreundet ist und ihr den Kater und seine Schwester „Jenny“ vermittelt hat. Treiber engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für den Tierschutz, kümmert sich um zugelaufene Katzen und gibt sie an neue Besitzer ab. Auch für die Sterilisation setzt sie sich ein, damit sich streunende Katzen nicht vermehren.

Rocky musste ein Zahn herausoperiert werden, aber noch schlimmer erwischte es Jenny: Die eineinhalbjährige Katze stand nachmittags plötzlich mit einer engen Drahtschlinge um den Bauch vor ihrer Besitzerin. Sie hatte es selbst geschafft, den Draht an einer Stelle durchzubeißen. „Die Zähnchen waren blutig und die Hinterpfoten auch, weil sie versucht haben muss, die Schlinge abzustreifen“, berichtet Treiber. Der Tierarzt habe innere Verletzungen unter anderem an den Nieren und der Blase festgestellt. Dann gelangte auch noch Wasser in die Lunge. „Wir haben bis vor kurzem noch gedacht, dass Jenny es nicht überlebt“, so Treiber, die selbst neun Katzen hält.

Das ist aber noch nicht alles: Beim Röntgen stellte sich heraus, dass ein Geschoss aus einem Luftgewehr in Jennys Rücken steckt. Ob der gleiche Täter auf sie geschossen hat, der sie mit der Drahtschlinge quälte, ist nicht klar. Nicht nur Treiber war fassungslos: „So was habe ich noch nicht gesehen.“ Und es sei nicht das erste Mal, dass in der Gegend etwas passiert ist: In jüngster Zeit hätten sich drei Anwohner bei ihr gemeldet, deren Katzen spurlos verschwanden. Eine wurde später tot am Mauritiusweg gefunden.

Jenny geht es inzwischen besser, aber den Tierbesitzern reicht es: Sie haben jetzt Flugblätter in Esch verteilt und bitten die Bevölkerung um Hinweise. Bei der Polizei wurde Strafanzeige erstattet, auch der Tierschutzbund ist informiert. Wer etwas beobachtet hat, kann sich bei der Polizei unter 02233 / 520 melden.



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