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Kritik an LVR

Eltern vermissen Integration

Erstellt 13.10.08, 20:29h

Mit deutlichen Worten hat der Elternverein „Mittendrin“, der sich für den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern einsetzt, die aktuellen Pläne des Landschaftsverbandes Rheinland kritisiert.

Köln - Von den „vollmundigen Erklärungen“ des LVR, die Integration stärken zu wollen, sei wenig übrig geblieben. „Der LVR blamiert sich“, sagte Vereinsvorstand Eva-Maria Thoms.

Hintergrund ist eine Beschlussvorlage des LVR für den Schulausschuss des Verbandes. Die Verwaltung hatte den Auftrag, Maßnahmen zur Unterstützung von Eltern, die eine integrative Beschulung wünschen, zu entwickeln. Außerdem sollten Schulträger bei der Öffnung von Regelschulen unterstützt und neue Anreize für eine integrative Beschulung geschaffen werden. Von dem Auftrag sei wenig übrig geblieben. Der LVR setzt bislang vor allem auf die Weiterentwicklung einer Schule in Oberhausen. Für Köln sind vorerst keine konkreten Pläne mit einzelnen Schulen vorgesehen. Mit der Stadt Köln war unter anderem vereinbart worden, die Rheinische Förderschule für Körperbehinderte in Müngersdorf mit ein bis zwei Regelschulen kooperieren zu lassen und zu prüfen, ob einzelne Kinder von der Förderschule in eine der anderen Schulen wechseln können. In der LVR-Vorlage heißt es nun: Nach einer Überprüfung sei man zu der Erkenntnis gelangt, „dass aktuell kein Schüler für einen Wechsel in Betracht kommt“. Dabei verweist der LVR auch auf den Elternwillen. „Mittendrin“ kritisiert diese Art der „Bedarfsanalyse“. Dass Eltern zurückhaltend reagieren, liege an den „aktuell schlechten Bedingungen im gemeinsamen Unterricht“. Ein echtes Anreizprogramm müsste deshalb das Ziel haben, diese Bedingungen zu verbessern. (fra)



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