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Festprogramm

Deutschlands größte Moschee ist fertig

Erstellt 18.10.08, 13:36h

Das islamische Gotteshaus in Duisburg-Marxloh wird in einer Woche eröffnet. Das innen prunkvoll ausgeschmückte Gotteshaus mit vier Neben- und einer Hauptkuppel hat Platz für rund 1400 Gläubige.

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Reich mit Ornamenten verziert ist die Gebetshalle der neuen Merkez-Moschee in Duisburg. Sie bietet 1400 Gläubigen Platz. (BILD: DPA)
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Reich mit Ornamenten verziert ist die Gebetshalle der neuen Merkez-Moschee in Duisburg. Sie bietet 1400 Gläubigen Platz. (BILD: DPA)
DUISBURG - Rund dreieinhalb Jahre nach dem ersten Spatenstich wird am nächsten Sonntag, 26. Oktober, in Duisburg-Marxloh die bislang größte Moschee Deutschlands eröffnet. Der Bau, der sich am traditionellen Vorbild der osmanischen Kuppelmoschee orientiert, will nach Angaben des Vorsitzenden der Merkez-Moscheegemeinde, Mehmet Özay, „ein Haus für alle“ sein. Das innen prunkvoll ausgeschmückte Gotteshaus mit vier Neben- und einer Hauptkuppel hat Platz für rund 1400 Gläubige. Die zinkverkleidete größte Kuppel ist 23 Meter hoch, das begehbare Minarett sogar 34 Meter. Die Ditib-Merkez Moscheegemeinde ist eine der ältesten und größten islamischen Gemeinden in Duisburg.

Unter dem Motto „Dialog unter der Kuppel“ beherbergt die Moschee auch eine interreligiöse und interkulturelle Begegnungsstätte. Dazu gibt es ein helles Restaurant mit Terrasse im freigelegten Untergeschoss und eine rund 600 Quadratmeter große, dem Gebet vorbehaltene Säulenhalle, die mit dunkelrotem Teppich versehen ist. Bunte, überwiegend in blau und rot gehaltene Kacheln bilden Verzierungen an den Wänden. Die großen Fenster im Erdgeschoss bieten von außen Einblick in die Moschee. Von der Decke herab hängt ein monumentaler Leuchter von acht Metern Durchmesser mit Koranversen, der von Duisburgs Partnerstadt aus dem türkischen Anatolien gestiftet wurde.

Mehr als 5000 Gäste aus dem In- und Ausland werden zur offiziellen Eröffnung am 26. Oktober erwartet. Neben Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland wird Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) ein Grußwort sprechen. Glückwünsche überbringen auch der rheinische Präses, Nikolaus Schneider, und der Essener Ruhrbischof, Felix Genn. Erwartet wird zudem der Präsident des Amtes für religiöse Angelegenheiten der Türkei, Ali Bardokoglu. Die Duisburger Philharmoniker und Sami Savni Özer, einer der Meister islamischer Musik, werden die Eröffnung musikalisch begleiten.

Nach der Eröffnung findet ein sechstägiges Festprogramm mit Musik, Tänzen, Diskussionen und Besichtigungen statt. Die Baukosten sollen insgesamt rund 7,5 Millionen Euro betragen haben, von denen das Land NRW und die Europäische Union etwa 3,2 Millionen zugesteuert haben. (epd)



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