Von Kathrin Gemein und Tim Stinauer, 26.10.08, 19:58h, aktualisiert 26.10.08, 20:58h
Wächter liefen hektisch umher, beeilten sich, die Gipsfiguren mit Kehrblechen in blaue Müllsäcke zu schieben. „Da ist noch ein Häufchen!“, rief einer seinem Kollegen zu. „Da auch noch eins!“ Die Besucher wurden gebeten, keine Fotos zu machen. Viele dachten, die Gips-Penisse seien Teil der Ausstellung. „Das ging alles blitzschnell, da war plötzlich ein Riesenwirbel im Museum“, berichtete eine Angestellte. „Hol die Polizei!“, habe ein Wächter gerufen. Wenige Minuten später kamen zwei Streifenbeamte. Aber da hatten sich die meisten Studenten schon aus dem Staub gemacht. Nur noch von vier jungen Männern und Frauen konnten die Beamten die Personalien feststellen. „Wir haben ihnen einen Platzverweis erteilt“, berichtete Polizeisprecher Reinhard Schüttler.
Der Sinn der Aktion bleibt zunächst unklar. „Die wollten wohl nur provozieren“, sagte eine Mitarbeiterin des Sicherheitspersonals. Ob bei den Tumulten Exponate beschädigt worden seien, stehe noch nicht fest. Bis Sonntagabend hatte die Museumsverwaltung keine Strafanzeige erstattet. „Wenn die Verantwortlichen sagen: »Das ist Kunst, das lassen wir zu«, dann kommt da auch nichts mehr nach“, erklärte Schüttler. Andernfalls werde die Staatsanwaltschaft prüfen, ob eine Straftat vorliegen könnte und - gegebenenfalls - welche.
Die meisten Museumsgäste nahmen die Aktion übrigens mit Humor. Wer schneller war als die Kehrschaufeln, nahm eine Figur als Souvenir mit nach Hause.
Ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha...
27.10.2008 | 13.14 Uhr | Medea
... wie extrem originell... ha, ha, ha, ha, ha... Gipspimmel... ja, lustig, lustig, ha, ha, ha, ha, ha, ha... ich lach mich tot, ja, ha, ha, ha, ha,…
Das war ganz klar ein Happening...
27.10.2008 | 10.07 Uhr | NinjaGirl
... mit welchem darauf hingewiesen werden sollte, dass eine Menge der sogenannten modernen "Kunst" in erster Linie Masturbationen der Schaffenden…
Im Sinne des Direktors
26.10.2008 | 21.16 Uhr | niceday
Auf der Museum Ludwig-Homepage sagt Herr Direktor Kasper König: "Das Museum soll nicht besucht, sondern benutzt werden, denn es gehört allen und…
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