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"Bildungslandschaft Altstadt-Nord"

„Wir fühlen uns veräppelt“

Von Dirk Risse, 29.10.08, 17:58h

Bei der Podiumsdiskussion zur "Bildungslandschaft Altstadt-Nord" lagen die Nerven der Teilnehmer blank. Nach einer emotionalen Sitzung einigten sich Stadt und Anwohner auf einen Planungsbeirat.

Klingelpütz Köln
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Der Klingelpützpark soll auch künftig der Mittelpunkt für Schulen, Jugendzentrum und Kindertagesstätten bleiben.
Klingelpütz Köln
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Der Klingelpützpark soll auch künftig der Mittelpunkt für Schulen, Jugendzentrum und Kindertagesstätten bleiben.
Innenstadt - Keinen leichten Abend hatten die Dezernenten für Schule, Agnes Klein, und Stadtplanung, Bernd Streitberger. Bei der Podiumsdiskusion zum Schulverbund „Bildungslandschaft Altstadt-Nord“ lagen die Nerven der Anwohner ziemlich blank. Mit Zwischenrufen und Gelächter quittierten die Bürger bereits die Anmoderation von Schuldezernentin Klein. Dass die Stadt hier ein Projekt auch für die Nachbarn plane, wollten ihr nur wenige der Besucher glauben. „Wir fühlen uns veräppelt“, sagte einer der Bürger und traf damit ziemlich genau die Stimmungslage der etwa 150 Zuschauer im Pfarrsaal von St. Ursula.

Weil die Stadt in den kommenden Jahren einen starken Andrang auf die Schulen, Kindertagesstätten und Freizeiteinrichtungen rund um den Klingelpützpark erwartet, sollen die Einrichtungen nicht nur besser miteinander vernetzt, sondern auch ausgebaut werden - und zwar auch auf dem Parkareal. So sind nach einem Entwurf des Wiener Architektenbüros Feld 72 / Plan Sinn unter anderem eine neue Mensa am Hügel des Klingelpützparks sowie Neubauten für Grundschule, Hauptschule und Kindertagesstätte vorgesehen.

Keinen Fußbreit hergeben

Das Hansa-Gymnasium und das Jugendzentrum Klingelpütz erhalten einen Anbau. Weil auch einige Gebäude abgebrochen werden, geht Planungsdezernent Bernd Streitberger nur von einem moderaten Parkflächenverlust von 500 Quadratmetern (1,3 Prozent) aus.

Die Bürger würden lieber keinen Fußbreit des Klingelpützparks hergeben. In der Diskussion forderte Anwohner Benedikt Scholtissek die Stadt auf, vorhandene Raumkapazitäten in den Einrichtungen besser auszunutzen. Statt in den Park hineinzubauen, sollten die Planer ein Geschoss auf die Schulen draufsatteln. Der Sprecher der Bürgerinitiative Klingelpützpark, Jörg Melsbach, zweifelte die Flächenbilanz der Stadt an. So fielen für die Neubauten alleine 150 Bäume den Sägen zum Opfer. Der Vorsitzende des Rheinischen Vereins für Landschaftsschutz und Denkmalpflege, Gottfried Stracke, kündigte einen Antrag an das Stadtkonservatorium an, den Park in seinem jetzigen Zustand unter Denkmalschutz zu stellen.

Die Bürgerinitiative hat indessen 1500 Unterschriften für den Erhalt des Parks gesammelt, die der Bezirksvertretung Innenstadt am 6. November überreicht werden sollen. Stadt und Bürger haben sich außerdem auf einen Planungsbeirat verständigt. Einen Termin für eine erste Tagung gibt es freilich noch nicht.



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