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Selbst gemacht

Fotobücher unterm Weihnachtsbaum

Von Christian Seiter, 02.07.25, 21:00h

Wer seinen Lieben eine Freude mit seinen digitalen Fotografien machen will, der greift gerne zu Fotobüchern aus dem Internet. Professionell gedruckte Fotobücher mit den eigenen Bildern kann jeder herstellen - doch einige Tipps gilt es zu beachten.

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Auch hier gilt: Weniger ist mehr (Bild: Cewe)
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Auch hier gilt: Weniger ist mehr (Bild: Cewe)
Ein selbst zusammengestelltes Fotobuch dürfte in diesem Jahr wohl zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken gehören. Der professionell gedruckte Bildband mit den eigenen Digitalfotos hat in den letzten Jahren eine erstaunliche Karriere hingelegt und wurde auf der diesjährigen Photokina als eines der größten Erfolgsprodukte der Branche gewürdigt. Die Verkaufszahlen sollen in diesem Jahr in Deutschland nach Angaben von Helmut Rupsch, dem Vorsitzenden des Photoindustrie-Verbandes, bei etwa vier Millionen liegen. Im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft dürften die Druckmaschinen der Fotobuch-Hersteller nochmal so richtig ins Rotieren kommen.

Rechtzeitig bestellen

Die Auswahl der Anbieter, die die Herstellung eines solchen Werkes ermöglichen, ist mittlerweile fast unüberschaubar. Dennoch sollte man nicht zu lange mit der Bestellung seines Geschenkbuches warten, soll das Buch doch rechtzeitig vor dem Heiligen Abend ausgeliefert werden. Beim Marktführer Cewe - der die Fotobuch-Druckarbeiten von vielen verschiedenen Anbietern wie zum Beispiel Saturn, Schlecker, Amazon, DM übernimmt - rät Pressesprecherin Hella Hahm dazu, die Bestellung bis zum Ende der zweiten Dezemberwoche aufzugeben, um eine pünktliche Auslieferung vor Weihnachten zu gewährleisten. Bei Fotobuch.de ist der Stichtag sogar schon am 6. Dezember. Fotokasten.de hebt seine Mitarbeiterzahl vor Weihnachten um das Vierfache an, um alle Bestellungen zu bearbeiten. Hier kommt es auf die Seitenzahl und die Art der Bindung an, wie lange es dauert, das Buch herzustellen. Bei allen Firmen sind die Bearbeitungszeiten und der Auslieferungstermin der jeweiligen Produkte jedoch auf den Internetseiten zu finden.

Die Auswahl der Bilder

Bevor Sie das Buch bestellen, müssen Sie aber erst einmal die besten Bilder heraussuchen. Denn mit ihnen steht und fällt die Qualität des Fotobuches. „Suchen Sie sich alle Bilder, die zu Ihrem Fotobuch passen könnten zusammen und kopieren Sie diese in einen neuen Ordner auf Ihrem Computer. Überprüfen Sie die Auswahl mehrfach und filtern Sie ungeeignete Bilder heraus“, rät Dirk Böttger, Redakteur bei der Fachzeitschrift „ProfiFoto“. In Workshops lehrt er Theorie und Praxis der Fotobuch-Herstellung. „Achten Sie bei der Gestaltung der einzelnen Seiten auf Abwechslung. Viermal dasselbe Motiv erzeugt keine Spannung. Zudem sorgt ein klarer Aufmacher auf der Seite für Orientierung“, so der Foto-Experte. Das Thema des Buches ist dabei erstmal zweitrangig. Die schönsten Aufnahmen des Enkelchens für die Großeltern, eine Erinnerung an den gemeinsamen Sommer-Urlaub für die Freunde oder ein „Best of Schrebergarten“ für Tante Hilde - der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Software ausprobieren

Die Software, die auf den Internetseiten der Anbieter in der Regel kostenlos heruntergeladen werden kann, erlaubt meist mehr, als der Fotograf damit letztlich umsetzt. Um ein einfaches, aber sehenswertes Fotobuch herzustellen, muss niemand Spezialwissen haben. Egal ob bei Fotokasten, Cewe, Aldifotos oder Pixelnet - überall stehen dem Nutzer ähnliche Möglichkeiten offen. So lassen sich Fotos als ganzseitige Hintergründe verwenden, Fotos übereinanderlegen, Texte zu den Bildern stellen, Text und Bild schrägstellen und viele Varianten mehr. Dennoch gibt es durchaus Unterscheide. Probieren Sie mehrere Programme aus, bevor Sie sich endgültig für eine Version entscheiden. Einige Hersteller, wie Fotobuch.de oder Cewe bieten zwei Varianten - eine für Anfänger und eine für fortgeschrittene Anwender. Dirk Böttger empfiehlt unabhängig vom Programm den Layout-Leitsatz „Weniger ist mehr“: „Ein typischer Anfängerfehler ist, dass das Fotobuch mit Bildern und Texten überfrachtet wird. Eine schlichte Gestaltung wirkt deutlich edler als zu viele Mixturen.“ Das gilt sowohl für die Bilder als auch für eventuelle Texte. Bleiben Sie möglichst bei wenigen Schriftarten und -größen.

Der Spannungsbogen

Am besten wird das Endprodukt, wenn man bereits möglichst früh eine klare Struktur im Kopf hat. Dabei sollte ein Fotobuch - wie jedes gute Buch - einem klassischen Spannungsbogen folgen, der langsam Spannung aufbaut und auf einen Höhepunkt zusteuert. Hobbyfotografen, die bereits erste Erfahrungen mit Fotobüchern gemacht haben, denken bereits beim Fotografieren daran, was sich später im Buch gut machen könnte. So werden Detailaufnahmen, Bildserien oder Panoramen aufgenommen, die im Kopf des Fotografen schon ihren genauen Platz im Buch haben - etwa als durchgehendes Element oder jeweilige Aufschlagseite eines Kapitels.

Aber allen Gestaltungs- und Layout-Dogmen zum Trotz: Letztlich muss das Ergebnis nur den Geschmack desjenigen treffen, der es bekommt. Und den kennen Sie schließlich selbst am besten.



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