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Geisterzug

Im Auto den Güterzug verfolgt

Von Thorsten Moeck, 12.11.08, 20:01h, aktualisiert 12.11.08, 21:33h

Bisher wurden bereits 30 von 31 Waggons des Güterzuges untersucht, aber bei keinem wurde ein Bremsdefekt festgestellt. Die Lokführer waren aus dem Zug gesprungen, weil ihren Angaben zufolge die Bremsen nicht mehr funktioniert hatten.

Güterzug
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Die Fahrt des Güterzugs endete in einer Lagerhalle (Bild: dpa)
Güterzug
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Die Fahrt des Güterzugs endete in einer Lagerhalle (Bild: dpa)
Frechen - Die ersten Untersuchungen des verunglückten Güterzugs, der am Montagabend rund sechs Kilometer führerlos von Frechen nach Marsdorf gerollt war, hat noch keinen Hinweis auf die Unglücksursache erbracht. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ sind die Bremsen von 30 der 31 Waggons überprüft worden, ohne dass ein Defekt festgestellt werden konnte. Am Mittwochabend standen die Lokomotive und der erste Waggon noch immer in der Lagerhalle in Marsdorf, wo die Fahrt des Zuges geendet hatte. Sachverständige der Eisenbahnverwaltung sollen heute im Bahnhof Frechen die Lokomotive nach möglichen Defekten untersuchen und das Ergebnis der Staatsanwaltschaft präsentieren.

Die Lokführer (44 und 20 Jahre) hatten am Montag kurz nach der Abfahrt in der Wachtberger Brikettfabrik einen Defekt der Bremsen bemerkt und waren in Panik aus der Lokomotive gesprungen, weil der Zug immer schneller wurde. Nachdem sie die Leitstelle alarmiert hatten, waren die Männer ins Auto gestiegen und ihrem Zug hinterhergefahren. Mit blutverschmierter Stirn habe der 44-Jährige dann später in Marsdorf in der Lagerhalle gestanden und den Schaden begutachtet, den sein Zug angerichtet hatte. Beim Sprung aus der Lok hatte er sich eine Platzwunde zugezogen. In der Halle waren Kartons mit OP-Sets und medizinischen Geräten zerstört worden, der Sachschaden soll im sechsstelligen Bereich liegen.



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