Erstellt 29.09.08, 14:06h
Bemängelt wurde vor allem der Stromverbrauch: Rund 80 Prozent Ersparnis werden üblicherweise versprochen - laut „Öko-Test“ sind es aber nur 50 bis 70 Prozent. Ein untersuchtes Modell verbrauchte sogar mehr Strom als eine Glühbirne. Zudem erreichten die meisten der Test-Exemplare nicht die vom Hersteller angegebene Brenndauer. Besonders häufiges Ein- und Ausschalten vertragen Energiesparlampen gar nicht.
Helligkeit lässt mit der Zeit nach
Ebenfalls kritisiert wurde das „funzelige Licht“ vieler Lampen. Nur vier Lampen konnten es nach Angaben der Tester einigermaßen mit der 60-Watt-Birne aufnehmen, die sie ersetzen sollten. Im Laufe der Zeit lässt die Helligkeit außerdem nach. Dazu sei das Licht der Öko-Lampen weit entfernt von natürlichem Tageslicht. Flimmern und erhöhter Elektrosmog könnten zu Kopfschmerzen, Schwindel, Unwohlsein und sogar Hormonproblemen führen.
Energiesparlampen seien damit kein wirklicher Fortschritt und keine echte Alternative zu Glühlampen, so das Fazit der Tester. Wer sie trotzdem einsetzt, sollte zumindest auf einen Abstand von ein- bis eineinhalb Metern zum Körper achten, um sich dem Elektrosmog nicht zu sehr auszusetzen.
Noch am besten geeignet seien Energiesparlampen für Leuchten, die auch seitliches Licht abgeben, zum Beispiel Deckenleuchten mit einer Opalglasabdeckung. Um die dauerhafte Helligkeit einer 60-Watt-Glühbirne zu erreichen, sollte eine Energiesparlampe mit mindestens 15 Watt verwendet werden, heißt es bei „Öko-Test“. (dpa)
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