Erstellt 06.10.08, 14:30h, aktualisiert 06.10.08, 15:58h
Insgesamt seien im Westen damit weniger als zwei Millionen und im Osten weniger als eine Million Menschen ohne Arbeit, sagte IZA-Chef Klaus Zimmermann. Zugleich sei seit 2005 die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs um 1,5 Millionen gestiegen. Damit sei der aktuelle "Konjunkturzyklus so beschäftigungsintensiv wie keiner zuvor". Für das kommende Jahr erwartet Zimmermann einen weiteren Rückgang.
Der jetzt in der Wirtschaft tätige Clement warnte in diesem Zusammenhang die große Koalition davor, den Reformkurs zu verlassen oder ihn weiter "abzubremsen". Auch den sich anbahnenden wirtschaftlichen Abschwung müsse die Regierung nicht als "gottgegeben" hinnehmen. Vielmehr gelte es unter anderem die Bildung und Forschung weiter zu fördern und das Land für "Hoch- und Höchstqualifizierte zu öffnen". Der IZA-Bericht fordert zudem eine Senkung oder Stabilisierung der Sozialversicherungsbeiträge sowie keine weitere Ausweitung von Sozialleistungen.
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im September 3,081 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Angesichts der positiven Entwicklung hält auch die Behörde eine Unterschreitung der Drei-Millionen-Grenze bei den Arbeitslosen im Oktober für wahrscheinlich.
Die IZA-Studie war von der INSM in Auftrag gegeben worden. (ddp)
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