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Sparprogramm

WAZ-Titel in NRW reduzieren Umfang

Erstellt 23.10.08, 22:21h, aktualisiert 24.10.08, 08:51h

Die vier Zeitungstitel der WAZ Mediengruppe in Nordrhein-Westfalen reduzieren als Teil eines Kostensenkungsprogramms ihren Umfang auf 32 Seiten. WAZ-Sprecher Paul Binder bestätigte am Donnerstag entsprechende Angaben des Westdeutschen Rundfunks.

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Wird demnächst dünner: Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. (Bild: dpa)
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Wird demnächst dünner: Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. (Bild: dpa)
ESSEN - Das bedeute aber keine Reduzierung um ein Drittel, stellte Binder klar. Die vier Zeitungen - "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" WAZ, "Westfälische Rundschau", "Neue Ruhr/Rhein Zeitung" NRZ und "Westfalenpost" seien bislang nur in Ausnahmefällen mit 48 Seiten erschienen. Im Durchschnitt seien sie 38 Seiten stark gewesen. Ab sofort werde es insbesondere weniger Sonderseiten und ganzseitige Eigenanzeigen geben. Der Umfang von 32 Seiten entspreche dem Marktumfeld, sagte Binder.

Erhebliches Einsparvolumen

In einer Mitarbeiterinformation der WAZ Mediengruppe vom Donnerstag hieß es, dass bei den vier NRW-Titeln ein "erhebliches Einsparvolumen" notwendig sei. Es könne nur erreicht werden, wenn nicht nur die Sachkosten verringert würden, sondern auch Personal abgebaut werde. Bei den Sachkosten war auch der Umfang der Zeitungen angesprochen worden.

Die WAZ-Gruppe gab bekannt, dass der Chefredakteur der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" WAZ, Ulrich Reitz, in den Geschäftsleitungskreis der WAZ Mediengruppe berufen wurde. Er vertrete dort von sofort an die Angelegenheiten aller Zeitungsredaktionen der WAZ-Gruppe. Von der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselt Harald Wahls zur WAZ Mediengruppe und wird dort Verlagsgeschäftsführer für den Bereich NRW. Er verantwortet damit die kaufmännischen, markt- und vertriebsbezogenen Angelegenheiten der vier NRW-Titel.

Außer den NRW-Titeln mit einer Druckauflage von einer Million Zeitungen erscheinen in der WAZ Mediengruppe auch Tageszeitungen in Thüringen, Niedersachsen und Nordbayern. Neben den 33 Tages- und 18 Wochenzeitungen im In- und Ausland zählen auch Anzeigenblätter sowie Publikums- und Fachzeitschriften zum Portfolio. 2006 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von 1,741 Milliarden Euro. (dpa)



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