Erstellt 26.10.08, 09:25h
Zudem wurde ein zügiger Beitritt des Landes in die Europäische Union gefordert. Dazu könnten auch vorgezogene Neuwahlen beitragen. Die bis 2011 gewählte Koalitionsregierung ist in der Frage gespalten: Während Haardes Unabhängigkeitspartei gegen einen Beitritt ist, ist der Juniorpartner, die Sozialdemokratische Allianz, dafür. Viele Bürger und Politiker Islands haben sich in den vergangenen Jahren für den Euro ausgesprochen, der aber einen Beitritt zur EU erfordert. Dagegen sträubte sich aber vor allem die für die Insel extrem wichtige Fischerei-Industrie. Sie fürchtet, bei einem Beitritt Zugeständnisse machen zu müssen.
Die 300.000 Einwohner zählende Insel ist wie kein anderes Land Europas von der Finanzmarktkrise betroffen. Die Regierung versucht nun durch die Verstaatlichung von Banken und mit Hilfe ausländischer Darlehen eine Staatspleite zu verhindern. Kreisen zufolge werden insgesamt sechs Milliarden Dollar benötigt. (rtr)
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