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Kölner Haie

Niederlage nach Penaltyschießen

Von Christian Oeynhausen, 23.12.33, 03:02h

Die Kölner Haie haben ihren Aufwärtstrend nicht fortsetzen können. Der Vizemeister, zuletzt mit drei Siegen in Serie, musste sich Tabellennachbarn Straubing Tigers mit 3:4 nach Penaltyschießen geschlagen geben und bleibt auf Rang 13 stehen.

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Das Logo der Kölner Haie. (Symbolbild: dpa)
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Das Logo der Kölner Haie. (Symbolbild: dpa)
KÖLN - Eine ganze Menge offener sportlicher Rechnungen haben die Kölner Haie in ihrem düsteren ersten Saisonviertel angesammelt. Eine davon war in Regensburg bei den Straubing Tigers entstanden, wo Clayton Beddoes' Mannschaft einen Vorsprung verspielt und noch 3:4 verloren hatte. Am Freitag mussten sich die Bayern in der Lanxess-Arena zur Revanche stellen. Das Ergebnis war beinahe das Gleiche: Der Aufwärtstrend des KEC wurde durch eine 3:4 (2:0, 1:2, 0:1 / 0:1)-Pleite nach Penaltyschießen jäh unterbrochen. 10 094 Zuschauern waren Zeugen eines schweren Rückschlags für die Kölner. Straubings Bill Trew verwandelte den entscheidenden Versuch im Penaltyschießen, in dem Haie-Torwart Frank Doyle gegen alle drei Gäste-Schützen hinter sich greifen musste.

Haie-Coach Clayton Beddoes sagte: „Wir haben im zweiten Drittel Fehler gemacht und dafür bezahlt. Wir hatten aber bis zum Schluss die Möglichkeit, zu gewinnen. Wir haben uns den Punkt verdient, denn die Mannschaft hat gut gekämpft.“ Das Wort „Enttäuschung“ benutzte er nicht nach der sechsten Pleite im zehnten Heimspiel, gegen ein Team, das die Kölner im Vorjahr noch mit 11:4 aus der Halle geschossen hatten. Die Gewöhnung ans Mittelmaß scheint sich in der sportlichen Führung schon festgefressen zu haben. Dort ist aber kein guter Platz dafür.

Natürlich kann Beddoes mit fehlendem Glück argumentieren: In der 59. Minute hatte KEC-Stürmer Christoph Melischko vermeintlich das 4:3 erzielt, aber Schiedsrichter Steffen Klau hatte zuvor und wohl zu früh unterbrochen. Und man kann Mike Bales als Grund für Kölns Misserfolg nennen. Straubings Keeper zeigte großartige Paraden, die beste im Schlussdrittel gegen Philipp Gogulla. Und doch: Es war „nur“ Straubing, gegen das ein Spiel verloren ging, das unter Kontrolle schien.

Ohne die verletzten Dave McLlwain und Mirko Lüdemann sowie kurzfristig ohne Alexej Dmitriev (Knochenprellung an der Hand) begannen die Kölner ordentlich und gingen nach einem kraftvollen Alleingang von Christoph Ullmann in Führung. Zehn Minuten später erhöhte Moritz Müller nach Vorarbeit des guten Mike Johnson auf 2:0, und das war der korrekte Ausdruck der Kräfteverhältnisse bis dahin.

Dann aber kam der Einbruch. Ein Scheibenverlust von Pratt hinein in den Wechsel ging dem 1:2 von Maloney voraus. Plötzlich kehrte Nervosität ins Kölner Spiel ein, technische Fehler und Missverständnisse schlichen sich sein, auch Torwart Frank Doyle konnte keine Sicherheit mehr ausstrahlen. Juliens schöner Treffer fünf Sekunden vor der zweiten Pause brachte keine neue Sicherheit. Straubing konnte lächerlich einfach den Ausgleich herausspielen und verwickelte den Favoriten in einen offenen Schlagabtausch. In der Defensive liefen die Haie nur noch nebenher.

Bevor die DEL zugunsten der Nationalmannschaft pausiert, treten die Haie am Sonntag (14.30 Uhr, Lanxess-Arena) noch gegen die Grizzly Adams aus Wolfsburg an. Nach dem 1:5 in der VW-Stadt ist auch hier eine Rechnung offen.

Kölner Haie: Doyle - Ankert, Pratt - Mo. Müller, Julien - Renz, Trygg - Adams, Rudslätt, Melischko - Warriner, Piros, Johnson - Gogulla, Ullmann, Ma. Müller - Flaake. - Zu schauer: 10 094. - Schiedsrichter: Klau (Sümmern). - Strafminuten: Haie 10 + 10 Ma. Müller / Tigers 16 + 10 Klemm. - Tore: 1:0 Ullmann (7:54), 2:0 Mo. Müller (16:05), 2:1 Maloney (29:54), 2:2 Lehner (34:08), 3:2 Julien (39:55), 3:3 Schnitzer (50:05), 3:4 Trew (Penalty).



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