Von Christiane Mitatselis, 02.11.08, 21:39h, aktualisiert 02.11.08, 23:18h
Der 21-jährige Haie-Stürmer leistete in der 36. Minute mit einem Traumtor seinen Beitrag gegen die November-Trübnis. Bei Kölner Unterzahl tanzte er seinen Gegenspieler Justin Papineau mit einer geschickten Drehung aus und bugsierte den Puck unter Keeper Daniar Dshunussow hindurch ins Tor. „Das war ein Drehpunkt für das Spiel, dadurch haben wir Selbstvertrauen bekommen“, erklärte Beddoes - und das konnten die Haie gut gebrauchen. Denn sie waren verunsichert und verkrampft ins Spiel gegangen.
Der Anspruch, vor eigenem Publikum nicht schon wieder zu versagen, schien das Team zu lähmen. Nachdem Mike Green Wolfsburg nach elf Minuten nach einem Unterzahl-Konter 1:0 in Führung gebracht hatte, sah es auch zuerst nicht gut aus für den KEC. Doch die Haie nahmen sich zusammen und spielten sich frei. Nach Pass von Marcel Müller traf Christoph Ullmann mit Schuss von der linken Seite ins lange Eck zum Ausgleich (16.). Wolfsburg, als Überraschungsmannschaft der Saison gehandelt, agierte fortan überraschend passiv und wenig aggressiv. Hilfestellung leistete den Kölner außerdem der unglückliche Gäste-Torhüter Dshunussow (22). Zu Beginn des zweiten Drittels konnte er den Puck nach einem leichten Schuss Todd Warriners nicht festhalten - er kullerte zum 2:1 für den KEC über die Linie. Gegen Gogullas Treffer zum 3:1 war er machtlos. Eine traurige Figur gab er aber beim 4:1 ab: Stéphane Julien düpierte den unaufmerksamen Nachwuchsmann mit einem Schuss von der Mittellinie (41.). Danach wurde Dshunussow ausgewechselt. Ersatzmann Oliver Jonas fing sich keinen Treffer mehr ein. Es passierte am Ende aber auch kaum etwas Bemerkenswertes - abgesehen von einer rasanten Parade Frank Doyles, der sich in Manier eines Fußball-Keepers in einen Schuss warf (45.). Und vom Publikum dafür mit einigen Huldigungen bedacht wurde.
Die Haie haben aufgrund der Eishockey-Länderspiele nun bis zum 14. November (Auswärtsspiel in Duisburg) spielfrei. „Es ist schön, dass wir vor der Pause drei Punkte geholt haben“, sagte KEC-Geschäftsführer Thomas Eichin. „Wir haben nun Zeit, uns in einigen Dingen zu verbessern.“ Und wieder mehr Zuschauer anzulocken.
Kölner Haie: Doyle - Renz, Trygg - Mo. Müller, Julien - Ankert, Pratt - Ma. Müller, Ullmann, Gogulla - Warriner, Piros, Johnson - Adams, Rudslätt, Melischko. - Zuschauer: 7786. - Schiedsrichter: Looker (USA). - Strafminuten: Haie 8 / Grizzly Adams 14. - Tore: 0:1 Green (11:31), 1:1 Ullmann (15:15), 2:1 Warriner (22:12), 3:1 Gogulla (35:17), 4:1 Julien (40:24).
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|