Erstellt 06.11.08, 19:12h
Diesem Problem widmen sich nun Forscher der Technischen Universitäten in Chemnitz und Berlin. In dem interdisziplinären Team aus Arbeitswissenschaftlern und Psychologen sollen Methoden entwickelt werden, die den Unternehmen helfen, ihre Produkte möglichst kundenfreundlich zu gestalten. Das Stichwort lautet „Usability“. Im Mittelpunkt dabei stehen Testreihen mit Prototypen oder dem fertigen Produkt, das sowohl von Spezialisten als auch vom „Otto Normalverbraucher“ eingehend geprüft wird. Das Ziel dabei: Die Gestaltung muss möglichst selbsterklärend sein, sodass der Nutzer das Gerät intuitiv bedienen kann. Hiermit tun sich besonders kleine und mittlere Unternehmen noch schwer, die eine entsprechende Ausrichtung oftmals (noch) nicht verinnerlicht haben. Die Wissenschaftler möchten daher eng mit den Industrie- und Handelskammern und Verbänden zusammenarbeiten und setzen auf Beratung und Transfer. Langfristig soll Usability Management dadurch fest in die Qualitätssicherung der Unternehmen integriert werden. Von diesem Ansatz begeistert zeigt sich das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, welches die „Kompetenzinitiative Usability“ in den nächsten zweieinhalb Jahren fördert.
Auch Unternehmen und Verbraucher aus NRW können das Usability-Konzept kennenlernen. Am 13. November 2008 findet der World Usability Day statt. Zwischen 16 und 20 Uhr lädt die Fachhochschule Düsseldorf zum Get-Together ein. Praktiker und Forscher beleuchten in Kurzvorträgen die verschiedenen Aspekte des Themas und fordern zur Diskussion auf – Teilnahme kostenfrei. (ksta)
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