Von Peter Hübner, 17.11.08, 12:14h
Neben den Chinesen und Südkoreanern fehlen im Berliner Velodrom auch die europäischen Spitzenspieler Wladimir Samsonow (Weißrussland), Werner Schlager (Österreich), Kalinikos Kreanga (Griechenland) und Jörgen Persson (Schweden). Sie müssen dem vollem Terminkalender nach den Olympischen Spielen Tribut zollen. «Dennoch wird das für mich kein Selbstläufer», sagte Boll. Schärfste Konkurrenten des Weltranglisten-Fünften dürften die asiatischen Asse aus Japan, Taiwan und Singapur sein.
Auch an Boll sind die Anstrengungen der vergangenen Monate nicht spurlos vorbeigegangen. Er belegte Platz zwei beim Weltcup, holte drei Titel bei der EM in St. Petersburg und kassierte für seine Turniersiege bei den Austrian Open und beim Supercup in Moskau insgesamt 70 000 Dollar. Zudem musste der Düsseldorfer für seinen Club in der Bundesliga, in der Champions League und im DTTB-Pokal spielen. Das führte teilweise zu vier Terminen in einer Woche. Ein vernünftiges Training ist seit längerer Zeit nicht möglich. Zudem knickte der Linkshänder im Bundesligaspiel in Frickenhausen um.
Notbremse gezogenDer Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) zog deshalb die Notbremse und strich Boll und dessen Düsseldorfer Clubkollegen Dimitrij Ovtcharov für den Team-Wettbewerb. «Unsere Spitzenleute benötigen ein kleines Break. Sie müssen etwas Luft holen», sagte Herren-Coach Richard Prause. Der Mannschaftswettkampf, der in Peking erstmals auf dem Olympia-Programm stand, feiert bei den German Open in Berlin ebenfalls Premiere. Für den Olympia-Zweiten Deutschland spielen nun Christian Süß (Düsseldorf), Bastian Steger (Frickenhausen) und Zoltan Fejer-Konnerth (Grenzau).
Die DTTB-Damen wollen sich vor heimischem Publikum für das schwache Abschneiden bei Olympia und der Europameisterschaft rehabilitieren. Zuletzt erzielten Jiaduo Wu (Kroppach), Elke Schall und Kristin Silbereisen (beide Busenbach) in der Bundesliga gute Ergebnisse. Die Setzliste wird von drei Spielerinnen aus dem Team des Olympia-Zweiten Singapur angeführt.
(dpa)| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
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