Von Andreas Damm, 14.11.08, 17:55h, aktualisiert 15.11.08, 16:57h
Köln sei mit seinem Angebot bis an die Grenzen gegangen, zitierte das Presseamt den Oberbürgermeister. „Wenn andere Städte ein für den DFB noch lukrativeres Angebot abgegeben haben, ist die heutige Entscheidung des DFB nachvollziehbar.“ Die Stadt hätte einen Teil des Museumsgrundstücks von der Bahn und einer Immobilienfirma kaufen müssen, für rund 1,7 Millionen Euro. Als Ausgleich sollte sich der DFB sich mit einer Erbpachtzahlung (rund 85 000 Euro) beteiligen; das lehnte das Präsidium ab.
Bürgermeister Josef Müller (CDU) äußerte sich „ein bisschen enttäuscht“ über die Entscheidung. „Wir haben ein tolles Angebot für einen tollen Standort gemacht.“ Der Beschluss biete zugleich eine Chance: „Wir werden eine andere hochattraktive Nutzung für das Grundstück bekommen.“ Aber der Stadt, so CDU-Fraktionschef Winrich Granitzka, „wird die Möglichkeit genommen, sich in der europäischen Liga der Museums-Metropolen weiter nach vorn zu spielen“.
Wenn der DFB sich trotz aller Vorzüge Kölns für eine andere Stadt entscheide, müsse man das akzeptieren, sagte SPD-Fraktionschef Martin Börschel. „Keinesfalls werden wir jetzt Foul spielen und nachtreten.“ Köln könne erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb gehen. „Wir haben alle Trümpfe ausgespielt, ohne die berechtigten Interessen der Kölnerinnen und Kölner insbesondere an finanziell akzeptablen Rahmenbedingungen dabei außer Acht zu lassen.“
Die Frage nach den Gründen für das ablehnende Votum müsse noch beantwortet werden, sagte Barbara Moritz, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Sie vermutet, dass das Ruhrgebiet wegen seiner „Affinität zum Fußball und den Vereinen“ den Zuschlag erhalten habe. „Außerdem sind Städte wie Gelsenkirchen und Dortmund stärker auf neue Attraktionen angewiesen“. Viele Kölner seien bestimmt enttäuscht, zumal das Konzept und die Bedingungen für einen Bau „hervorragend“ gewesen seien. Das Ganze habe jedoch ein Gutes: „So kommen wir um eine hohe finanzielle Belastung herum.“
FDP-Fraktionschef Ralph Sterck äußerte sich verwundert. Wenn eine bereits abgeschlagene Stadt wie Gelsenkirchen wieder in der engeren Wahl sei, „dann ist das ein Indiz dafür, dass andere Kriterien und Kräfte im Spiel waren“.
Der Breslauer Platz soll bis 2014 zu einem hochwertigen Areal entwickelt werden. In dem laufenden Werkstattverfahren, an dem sich sieben Architekturbüros beteiligen, sind zwei Planungsvarianten vorgegeben - eine mit dem Fußballmuseum und eine ohne.
Kommentar zum Fussballmuseum: Wo ist die Lobby für Köln?
Geld für Fußball? Aber gern. Nur nicht für den DFB.
16.11.2008 | 18.54 Uhr | kael
Überschrift eines Beitrags von WDR online:
"Die Fußball-Kids in Holweide sind verzweifelt: Wenn's geregnet hat, können sie nicht spielen, weil der…
Danke an die Kölner Politik
16.11.2008 | 14.55 Uhr | Independent
Auch wenn selten Grund dafür ist - hier ist ein Grund, der Kölner Politik Danke zu sagen dafür, dass sie den Erpressungsversuchen des DFB nicht…
ÜBERFLÜSSIG
16.11.2008 | 13.26 Uhr | nissinissi
Dieses Museum war eh überflüssig, gut so dass der DFB die Türe geschlossen hat und die Verantwortlichen der Stadt Köln keine unnützen Steuergelder in…
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