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Haus der Kulturen

Schöne Aussicht für Museumsleute

Von Susanne Kreitz, 17.11.08, 18:41h, aktualisiert 17.11.08, 20:17h

Der Verwaltungstrakt des Kulturzentrums am Neumarkt kann bald bezogen werden. In den nächsten Tagen werden die Büromöbel geliefert und die Telefone angeschlossen.

Kulturzentrum
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Architekt Jörn Ostermeyer (l.) und RJM-Direktor Klaus Schneider haben vom Verwaltungstrakt aus einen fantastischen Blick ins Foyer. (Bild: Hennes)
Kulturzentrum
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Architekt Jörn Ostermeyer (l.) und RJM-Direktor Klaus Schneider haben vom Verwaltungstrakt aus einen fantastischen Blick ins Foyer. (Bild: Hennes)
Innenstadt - Der rote Teppich war eigentlich nur eine Fußmatte, und der Schlüssel, der für die Fotografen symbolisch überreicht wurde, passte auch nicht. Doch die neuen Mieter strahlten: Nach zwölf Jahren Planen und Bauen steht für die Mitarbeiter des Rautenstrauch-Joest-Museums (RJM) und des Museums Schnütgen der Umzug ins Kulturzentrum am Neumarkt an. „Das ist ein bedeutender Tag für uns“, betonte Klaus Schneider, Direktor des RJM. Und Dagmar Täube, stellvertretende Leiterin des Museums Schnütgen, freut sich heimzukommen. Derzeit residieren sie und ihre Kolleginnen in Büros an der Bobstraße. Der Bandbau an der Cäcilienkirche ist von den Umbauarbeiten betroffen.

Reisspeicher ist verpackt

Schöne Aussichten für die Museumsleute: Vom Verwaltungstrakt aus - die Wand ist komplett verglast - können sie das gesamte Foyer des Kulturzentrums überblicken, in dem der zum Schutz wie ein Christo-Objekt verpackte indonesische Reisspeicher schon aufgebaut ist. Aus den Büros der oberen Etagen fällt der Blick aufs Weltstadthaus, die Cäcilienkirche und den Dom. Im ersten Stock wird sich der Museumsdienst einrichten, zweite und dritte Etage gehören dem Rautenstrauch-Joest-Museum, in den vierten ziehen die Mitarbeiter des Museums Schnütgen, auf der fünften Etage richten sich die Restaurierungsabteilungen der beiden Häuser ein.

Die Umzugswagen für die Kunst werden erst später bestückt, im Februar / März 2009 sammeln die Mitarbeiterinnen des Museums Schnütgen ihre in Lagern in Euskirchen und Frechen ausgelagerten Schätze ein und bringen sie ins Depot im Kulturzentrum, die Sachen aus dem Depot des RJM werden erst 2010 zum Neumarkt gebracht. Nach jahrelangen Provisorien können die Kunstwerke endlich nach dem neuesten Stand der Technik aufbewahrt werden.

Nach dem Verwaltungstrakt werden die Ausstellungsräume des RJM fertiggestellt, danach beginnt der Innenausbau. Anschließend werden die Räume des Museums Schnütgen, die beiden Bibliotheken, der bis zu 350 Personen fassende Veranstaltungssaal der Volkshochschule (VHS) und das Junior-Museum vollendet. Im 500 Quadratmeter großen Junior- Museum wird der Museumsdienst ein Haus mit fünf Zimmern einrichten, in dem Kinder und Jugendliche von etwa neun bis 16 Jahre erleben können, welche Feste Jungen und Mädchen in Japan, Deutschland, Türkei, Kanada und Afrika feiern, wenn sie erwachsen werden - in Letzteren werden sie beispielsweise in Geheimbünde aufgenommen.



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