Erstellt 19.11.08, 13:02h
Einzelne Fragestellungen wurden von Studierenden der Mineralogie im Rahmen von Projektarbeiten bearbeitet. Sie lernten dabei wissenschaftliche Zusammenhänge „museumsreif“ umzusetzen. Die Ausstellung wird bis zum 28. Juni 2009 zu sehen sein.
Edelsteine weisen eine Schönheit auf, die auf kleinstem Raum komprimiert ist. Seit Menschengedenken werden sie in behandelter und unbehandelter Form für Schmuckzwecke eingesetzt und thematisch in Kunstobjekten, Märchen und Sagen aufgegriffen. Die Ausstellung im Mineralogischen Museum präsentiert diese verschiedenen Facetten. Im Zentrum steht die Fragestellung: Wie werden Edelsteine behandelt, um das Angebot attraktiver Schmucksteine zu erhöhen?
Traditionell und modern
In manchen Fällen hat erst die Möglichkeit der Behandlung einen nennenswerten Markt geschaffen, wie zum Beispiel das Färben von Achaten oder das Brennen von Amethyst. Traditionelle und moderne Behandlungsmethoden hat Museumsleiterin Renate Schumacher mit der in Idar-Oberstein ansässigen Deutschen Stiftung Edelsteinforschung herausgearbeitet. Ziel der Ausstellung sei es, über die unterschiedlichen Behandlungsmethoden aufzuklären. „Wir möchten potentielle Käufer ermutigen, größere Investitionen bei vertrauenswürdigen Juwelieren zu tätigen oder den Stein ihrer Wahl vor dem Kauf von einem anerkannten Labor überprüfen zu lassen“, sagt Renate Schumacher.
Auch die Ästhetik von Edelsteinen nimmt breiten Raum ein. So zeigt die Ausstellung, wie Edelsteine zu Schmuckzwecken geschliffen und so oft erst richtig zur Geltung gebracht werden. In diesem Rahmen werden Leihgaben von Privatpersonen und aus der Werkstatt eines Goldschmieds ausgestellt. Außerdem spielen Edelsteine, die zu Perlen („Beads“) verarbeitet werden, eine Rolle.
Vier Künstlerinnen haben sich im Vorfeld ideenreich mit dem Thema der Ausstellung auseinander gesetzt. Das Ergebnis ist nun ebenfalls im Mineralogischen Museum zu sehen. Unter Koordination der Malerin und Bildhauerin Astrid Raimann zeigt Christina Stoschus-Schumann Aquarelle zum Thema, Petra Paffenholz stellt plastische Objekte und Andrea Huhndorf eine Installation aus. Astrid Raimann präsentiert eine Kollage zum Thema „Edelsteine in der Kunst“. (VR)
Das Mineralogische Museum der Universität Bonn ist jeden Mittwoch und Freitag von 15 bis 17 Uhr und sonntags (außer an Feiertagen) von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: ab 17 Jahren 2,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro.
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