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Faszination Edelstein

Schönheit auf kleinstem Raum

Erstellt 19.11.08, 13:02h

"Faszination Edelstein" ist das Thema einer Sonderausstellung im Mineralogischen Museum. Im Zentrum steht die Fragestellung: Wie werden Edelsteine vom Menschen behandelt?

Aqua Aura
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„Aqua Aura“, ein Bergkristall, der durch Bedampfen mit einer hauchdünnen Goldschicht blau wird und somit dem Aquamarin ähneln sollten. (Bild: Schumacher)
Aqua Aura
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„Aqua Aura“, ein Bergkristall, der durch Bedampfen mit einer hauchdünnen Goldschicht blau wird und somit dem Aquamarin ähneln sollten. (Bild: Schumacher)
Turmalin
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Besonders wertvoll ist der so genannte Paraiba-Turmalin. Es handelt sich hierbei um blauen, türkisfarbenen oder auch grünlichen Turmalin, der als farbgebendes Element Kupfer besitzt. Den Namen verdankt dieser seltene Turmalin seinem ersten Fundort in Brasilien. (Bild: Schumacher)
Turmalin
Bonn - Sie glitzern im Sonnenlicht, sie haben die Menschheit schon immer fasziniert: Edelsteine wurden im Inneren der Erde von den Kräften der Natur geschaffen. „Faszination Edelstein„ ist das Thema einer Sonderausstellung, die ab Sonntag, 23. November, im Mineralogischen Museum der Universität Bonn im Poppelsdorfer Schloss zu sehen ist. Besucher erfahren neben Wissenswertem über Ästhetik, Nutzen und Symbolik der Naturschönheiten, wie diese behandelt und weiter „veredelt“ werden können.

Einzelne Fragestellungen wurden von Studierenden der Mineralogie im Rahmen von Projektarbeiten bearbeitet. Sie lernten dabei wissenschaftliche Zusammenhänge „museumsreif“ umzusetzen. Die Ausstellung wird bis zum 28. Juni 2009 zu sehen sein.

Edelsteine weisen eine Schönheit auf, die auf kleinstem Raum komprimiert ist. Seit Menschengedenken werden sie in behandelter und unbehandelter Form für Schmuckzwecke eingesetzt und thematisch in Kunstobjekten, Märchen und Sagen aufgegriffen. Die Ausstellung im Mineralogischen Museum präsentiert diese verschiedenen Facetten. Im Zentrum steht die Fragestellung: Wie werden Edelsteine behandelt, um das Angebot attraktiver Schmucksteine zu erhöhen?

Traditionell und modern

In manchen Fällen hat erst die Möglichkeit der Behandlung einen nennenswerten Markt geschaffen, wie zum Beispiel das Färben von Achaten oder das Brennen von Amethyst. Traditionelle und moderne Behandlungsmethoden hat Museumsleiterin Renate Schumacher mit der in Idar-Oberstein ansässigen Deutschen Stiftung Edelsteinforschung herausgearbeitet. Ziel der Ausstellung sei es, über die unterschiedlichen Behandlungsmethoden aufzuklären. „Wir möchten potentielle Käufer ermutigen, größere Investitionen bei vertrauenswürdigen Juwelieren zu tätigen oder den Stein ihrer Wahl vor dem Kauf von einem anerkannten Labor überprüfen zu lassen“, sagt Renate Schumacher.

Auch die Ästhetik von Edelsteinen nimmt breiten Raum ein. So zeigt die Ausstellung, wie Edelsteine zu Schmuckzwecken geschliffen und so oft erst richtig zur Geltung gebracht werden. In diesem Rahmen werden Leihgaben von Privatpersonen und aus der Werkstatt eines Goldschmieds ausgestellt. Außerdem spielen Edelsteine, die zu Perlen („Beads“) verarbeitet werden, eine Rolle.

Vier Künstlerinnen haben sich im Vorfeld ideenreich mit dem Thema der Ausstellung auseinander gesetzt. Das Ergebnis ist nun ebenfalls im Mineralogischen Museum zu sehen. Unter Koordination der Malerin und Bildhauerin Astrid Raimann zeigt Christina Stoschus-Schumann Aquarelle zum Thema, Petra Paffenholz stellt plastische Objekte und Andrea Huhndorf eine Installation aus. Astrid Raimann präsentiert eine Kollage zum Thema „Edelsteine in der Kunst“. (VR)

Das Mineralogische Museum der Universität Bonn ist jeden Mittwoch und Freitag von 15 bis 17 Uhr und sonntags (außer an Feiertagen) von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: ab 17 Jahren 2,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro.



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