Von Harald Biskup, 18.11.08, 20:49h, aktualisiert 19.11.08, 13:18h
Der Historiker Michael Wolffsohn, jüdisches Mitglied im Stiftungsrat der Biser-Stiftung, sagte dem Kölner Stadt-Anzeiger, sollten diese Vorwürfe zutreffen, halte er Ceric für ungeeignet. Entscheidend sei, dass es sich bei den Geehrten „um Brückenbauer und nicht um irgendwelche Fundis“ handele.
Der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, Heiner Köster, sprach von der Möglichkeit, dass die Preisverleihung auf einer „Täuschung“ basiere. Ceric soll mit zwei weiteren muslimischen Theologen geehrt werden, weil er nach der umstrittenen Regensburger Rede von Papst Benedikt XVI. aus dem Jahr 2006 ein Dialogangebot islamischer Gelehrter an den Vatikan initiiert hatte. Später wiederum wies Köster die Darstellung zurück, wonach "Zweifel an der Eignung" des diesjährigen Trägers des Eugen-Biser-Preises laut geworden seien, da er für eine Islamisierung Europas durch die Einführung der islamischen Rechtsordnung "Scharia" plädiert habe.
Die Stiftung stehe voll und ganz hinter Ceric und seinem bedeutenden Beitrag zum christlich-islamischen Dialog, erklärte Köster am Mittwoch auf Anfrage in München. Bei der Preisverleihung am Samstag in München werde Ceric seine Haltung zum Thema präzisieren.
Als Laudator zur Verleihung des Preises, benannt nach dem Religionsphilosophen und Theologen Eugen Biser, am Samstag (22. November) in der Münchner Residenz ist Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) vorgesehen.
Ceric hatte im Mai in einer CDU-nahen Publikation betont, der Islam in Europa beruhe auf den Grundpfeilern Glaube, Scharia und Imamat (geistliche Führung). Die Verpflichtung auf die Scharia sei „immerwährend, nicht verhandelbar und unbefristet“, so Ceric in der von der Europäischen Volkspartei (EVP) herausgegebenen Zeitschrift „European View“. Zwar soll er sich danach von diesen Aussagen distanziert haben. In bosnischen Medien rief er allerdings zur „Islamisierung und Institutionalisierung des Islam in Europa“ auf.
Der 2002 gestiftete Eugen-Biser-Preis wurde bisher zweimal verliehen, zuletzt an Kardinal Karl Lehmann.
Ralph Giordano
20.11.2008 | 12.41 Uhr | Mo Van C
Lest das hervorragende Buch von Udo Ulfkotte: SOS Abendland, von dem Ralph Giordano sagt: »Der Inhalt dieses Buches ist erschreckend! Einer der…
Viele scheinen...
20.11.2008 | 12.40 Uhr | Mo Van C
... sich hier noch nicht ausreichend mit dem Islam beschäftigt zu haben. Ihr fallt auf die gleiche Art und Weise auf TAQIYYA und Wortspiele herein…
Kein Scharia-Verfechter
20.11.2008 | 11.32 Uhr | ayoitsme
Dass das Janze nicht stimmt was ihr da schreibt, könnt ihr auf den folgenden Links sehen, einmal die
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