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Nostalgie-Bilder

Stadtmuseum hebt Fotografen-Schatz

Von Rainer Rudolph, 25.11.08, 22:19h

408 Köln-Bilder aus der Zeit zwischen Erstem und Zweiten Weltkrieg vom Fotografen August Sander schlummerten lange Zeit im Archiv des Stadtmuseums. Zwei vergrößerte Motive gehen nun als auf je 250 limitierte Auflage in den Verkauf. Der Erlös geht an die Graphische Sammlung des Museums.

Fotos von August Sander
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Werner Schäfke und Rita Wagner präsentieren die Reproduktion eines Originalfotos von August Sander. (Bild: Hennes)
Fotos von August Sander
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Werner Schäfke und Rita Wagner präsentieren die Reproduktion eines Originalfotos von August Sander. (Bild: Hennes)
Innenstadt - Werner Schäfke, Chef des Kölnischen Stadtmuseums, spricht von „einem Schatz, den man lange nicht erkannt hat“. 1953 erwarb der damalige Kölner Oberbürgermeister Robert Görlinger ein Mappenwerk des Kölner Fotografen August Sander (1876-1964): „Köln, wie es war“. Die 408 Originalabzüge wurden zuerst dem Kunstgewerbemuseum zur Aufbewahrung angeboten, das dankend ablehnte, dann dem Stadtmuseum, wo sie seitdem in der Graphischen Sammlung lagern.

Jetzt feiern sie ihr Comeback - mit einer Edition, in der zwei besonders schöne Motive als große, gerahmte Reproduktionen erhältlich sind. Die Original-Mappe enthält Aufnahmen, die Sander zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg aufnahm. „Sie zeigen eine Stadt, wie sie heute nicht mehr existiert“, sagt Schäfke. Eine andere Besonderheit: „Sander hat damals nicht einfach Architekturaufnahmen gemacht, sondern Häuser und Straßen von Köln aufgenommen, als seien es Porträts von Menschen.“

Die jetzt angebotenen Reproduktionen sind keine Abzüge von Negativen. Es handelt sich vielmehr um vergrößerte digitale Scans der von Sander selbst erstellten Abzüge. „Sander hat die Abzüge oft selbst retuschiert“, berichtet Rita Wagner, die Leiterin der Graphischen Sammlung, „mit dem Scan kommen wir daher der Absicht des Künstlers am nächsten.“ Als Motive wurden der festlich illuminierte Dom bei der Presseausstellung Pressa (1928) und ein Blick über die Zeughausstraße auf den Dom (Mitte der 30er Jahre) ausgewählt.

Die Bilder sind 75 mal 60 Zentimeter groß und in Eichenholz gerahmt. Sie haben eine limitierte Auflage von je 250 nummerierten Exemplaren und kosten je 380 Euro, zuzüglich Versand und Verpackung. Die Bilder können im Museum ( 02 21 / 2 21 25 790) bestellt werden oder im „ksta-online-shop“ ( 0 18 05 / 55 83 75), wo man zusätzlich zwei Freikarten für das Museum erhält. Die Bilder werden einzeln nach Eingang der Bestellungen hergestellt. Wer jetzt ordert, erhält sein Bild bis Weihnachten.

 www.ksta.de/shop



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