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Kölner Haie

Spielern droht der Rauswurf

Von Christiane Mitatselis, 26.11.08, 19:24h

Enttäuschende Kölner Haie verlieren mit 1:4 bei den Hannover Scorpions. Nach der Pleite drohte Manager Rodion Pauels den Spielern offen mit Rauswurf: "Mit Nachwuchs-Profis würden wir auch nicht schlechter spielen".

Todd Warriner
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Weg ins Ungewisse: Todd Warriner und die Haie haben Probleme. (Bild: RD)
Todd Warriner
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Weg ins Ungewisse: Todd Warriner und die Haie haben Probleme. (Bild: RD)
KÖLN - Die Kölner Haie verfallen in eine schwere November-Depression. In zwei Spielen hintereinander ist der achtmalige Eishockey-Meister unter die Räder gekommen. Erst gab es am Sonntag ein 0:6 in Krefeld, am Dienstagabend folgte ein 1:4 in Hannover. Die Gemeinsamkeit der beiden Spiele: Die Haie waren völlig chancenlos, die Profis zeigten weder Mut noch wirklichen Einsatz und fügten sich weitgehend kampflos in ihr Schicksal. Nach ihrer ordentlichen Phase im Oktober und in der ersten Novemberhälfte, in der die Kölner zwar meist nicht überzeugend spielten, wenigstens aber punkteten, sind die Haie nun wieder auf den zwölften Tabellenplatz abgerutscht, weit entfernt von den Playoff-Plätzen eins bis sechs.

Besonders in der Defensive versagen die Haie regelmäßig. 80 Gegentore stehen für die Kölner bereits zu Buche. Nur Duisburg (90) und Augsburg (86) haben mehr Gegentreffer kassiert. Haie-Manager Rodion Pauels ist bedient. Im Spiel in Hannover vermisste er erneut die richtige Einstellung. „Unsere Führungsspieler strahlen kein Selbstbewusstsein aus. Die Körpersprache zeigt: Wir gehen aufs Eis, um nicht zu verlieren, das ist fatal. Wir müssen wieder aufs Eis gehen, um zu gewinnen.“

Zu den mutmaßlichen Führungsspielern rechnet Pauels sowohl die deutschen Nationalspieler als auch die Ausländer. „Von ihnen kommt zu wenig“, sagt der Manager, der besonders mit den Leistungen von Verteidiger Mirko Lüdemann unzufrieden ist. „Er sucht für alles spielerische Lösungen. Wenn es nicht klappt, ist er frustriert und hat Probleme.“ Es sei nicht die Zeit für schönes Spiel. „Wir müssen kämpfen. Wir müssen dahin gehen, wo es wehtut, und auch dem Gegner wehtun“, sagt Pauels - und droht den Kampfverweigerern mit Konsequenzen: „Ich schaue mir das nicht mehr lange an. Wer nicht versteht, worauf es ankommt, dem werde ich gegebenenfalls nahelegen, dass er sich einen anderen Verein sucht.“ Die Haie würden dann lieber Jung-Profis eine Chance geben. „Schlechter würden wir dann auch nicht spielen und Förderlizenzspieler könnten viel lernen.“ Außer Lüdemann dürfen sich etliche weitere Haie-Profis angesprochen fühlen. Gute kämpferische Noten stellt Pauels nur Verteidiger Andreas Renz und den Stürmern Bryan Adams und Christoph Ullmann aus.

Geschäftsführer Thomas Eichin, der das Spiel in Hannover anders als Pauels nicht als Zuschauer in der Halle verfolgt hat, war gestern nicht ganz so verärgert wie der Manager. Aber auch er sprach von einem „deutlichen Rückschritt“. Falls Pau els zu dem Schluss kommen sollte, dass er sich von Spielern trennen müsse, würde er dies unterstützen. „Rodion Pauels ist für die sportli chen Dinge zuständig. Er entschei det“, sagt Eichin. Die nächste Chan ce, ihre Chefs wieder freundlicher zu stimmen, haben die Haie-Profis am Freitagabend (19.30 Uhr) in In golstadt. Am Sonntag (14.30 Uhr) empfangen sie die Augsburger Pan ther in der Deutzer Lanxess-Arena.



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