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Fahndungserfolg

Meistgesuchter ETA-Anführer gefasst

Erstellt 17.11.08, 08:28h

Beamte der französischen und spanischen Sicherheitskräfte haben im Süden Frankreichs den mutmaßlichen Militärchef der baskischen Terrororganisation ETA festgenommen. Miguel de Garikoïtz war der meistgesuchte Anführer der ETA.

ETA-Militärchef
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Der mutmaßliche ETA-Militärchef Miguel de Garikoïtz Aspiazu Rubina alias "Txeroki". (Bild: afp)
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Der mutmaßliche ETA-Militärchef Miguel de Garikoïtz Aspiazu Rubina alias "Txeroki". (Bild: afp)
PARIS - Der meistgesuchte Anführer der baskischen Untergrundorganisation ETA ist in der Nacht zum Montag in Frankreich festgenommen worden. Der mutmaßliche ETA-Militärchef Miguel de Garikoïtz Aspiazu Rubina alias "Txeroki" wurde im Verwaltungsgebiet Hautes-Pyrénées im Südwesten des Landes gefasst, wie die französische Innenministerin Michèle Alliot-Marie mitteilte. "Txeroki" werde verdächtigt, für die Ermordung zweier spanischer Polizisten in Frankreich Ende 2007 verantwortlich zu sein. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy lobte nach der Festnahme die "exzellente Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Spanien im Kampf gegen den baskischen Terrorismus".

Laut der baskischen Nachrichtenagentur Vasco Press wurde "Txeroki" um 03.30 Uhr in einer gemeinsamen Aktion der französischen Polizei und der spanischen Guardia Civil festgenommen. Spanische Medien berichteten unter Berufung auf Anti-Terror-Spezialisten, "Txeroki" sei in Begleitung einer Frau gewesen, die ebenfalls der ETA-Mitgliedschaft verdächtigt werde.

Verteter eines unnachgiebigen Kurses

"Txeroki" soll Ende 2003 die Führung der ETA-Kommandos übernommen haben und gilt als Vertreter eines unnachgiebigen Kurses gegenüber der spanischen Regierung. Einen Dialog mit Madrid lehnt er ab. Als Militärchef ist er verantwortlich für die Attentate der ETA.

Zwei Mitglieder der ETA hatten "Txeroki" beschuldigt, an der kaltblütigen Ermordung der zwei spanischen Sicherheitskräfte Raul Centeno und Fernando Trapero am 1. Dezember 2007 direkt beteiligt gewesen zu sein. Sie waren bei einer Geheimdienstmission im Südwesten Frankreichs von drei ETA-Mitgliedern beim Verlassen einer Cafeteria in Capbreton niedergeschossen worden. Die ETA hatte sich in einer Erklärung zu dem Attentat bekannt und erklärt, sie werde die spanischen Sicherheitskräfte "überall" angreifen.

Die ETA kämpft seit Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des im Norden Spaniens gelegenen Baskenlandes. Dabei kamen nach offiziellen Angaben bislang mehr als 800 Menschen ums Leben. (afp)



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