Erstellt 17.11.08, 11:43h, aktualisiert 17.11.08, 12:28h
Im Zuge der Verschärfung der Finanzmarktkrise seien nach dem Konkurs der US-Bank Lehman Brothers nicht nur strukturierte Wertpapiere, sondern auch Wertpapiere von Banken "noch einmal massiv unter Druck" geraten. Dies habe zu ergebniswirksamen Belastungen von insgesamt 1,6 Milliarden Euro geführt. "Hiervon entfallen 400 Millionen Euro auf die Lehman-Insolvenz, 200 Millionen Euro auf das Island-Moratorium und 400 Millionen Euro auf strukturierte Wertpapiere", teilte die KfW weiter mit.
Weitere Wertpapiere, die ergebniswirksam zum Marktwert bewertet werden müssten, hätten zudem das Ergebnis mit 600 Millionen Euro belastet. Im Zusammenhang mit der Risikoabschirmung und dem Verkauf der IKB entstanden dem staatlichen Kreditinstitut außerdem Belastungen von insgesamt einer Milliarde Euro.
Operativ weiter stark
Die operativen Ergebnisbestandteile sowie die Risikolage im Kerngeschäft weisen laut KfW eine "stabile, tendenziell leicht positive Entwicklung" auf. Der Zins- und Provisionsüberschuss stieg in den ersten neun Monaten 2008, der Risikovorsorgebedarf für das Kreditgeschäft lag bei deutlich wachsendem Förderkreditvolumen auf niedrigem Niveau. Das Betriebsergebnis vor Bewertungen lag bei 1,1 Milliarden Euro und war damit nach Angaben des Unternehmens stabil.
Der KfW-Vorstandsvorsitzende Ulrich Schröder sagte, "trotz der schwierigen Lage an den Kapitalmärkten und der verstärkten konjunkturellen Abschwächung hat die KfW ihre Förderaktivitäten auf hohem Niveau weitergeführt". Die KfW bleibe operativ weiterhin stark. 2009 werde die Förderbank im Rahmen des Maßnahmenpakets der Bundesregierung etwa 20 Milliarden Euro zusätzliches Kreditvolumen bereitstellen und will damit Investitionen im Volumen von 30 Milliarden Euro anstoßen. (ddp)
KFW
17.01.2010 | 11.44 Uhr | miles001
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