Erstellt 21.11.08, 13:14h
"Es geht nicht an, dass der Sportjournalist Weinreich öffentlich so angeprangert wird", schreiben jetzt DJV und VDS. Zuvor hatte bereits der Europäische Journalistenverband eine deutlichere Stellungnahme abgegeben. Der Verband klagt den DFB an, eine "unfaire Kampagne der Verzerrungen und Lügen gegen einen Journalisten gestartet zu haben", der seinen Präsidenten Theo Zwanziger kritisiert habe.
"Zugespitzter Streit"
Pikant: Niersbach und DFB-Kommunikationsdirektor Harald Stenger, dessen Kürzel unter der Pressemitteilung gegen Weinreich steht, sind Mitglieder des VDS. Dessen Präsident, Erich Laaser, lehnt aber interne Maßnahmen gegen die beiden ab: "Urheber der Pressemitteilung ist Präsident Zwanziger", sagte Laaser dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Stenger und Niersbach hätten als Angestellte des DFB gehandelt. Er gehe jetzt davon aus, dass auch nach dem Appell eine Reaktion des DFB kommen werde.
Gleichzeitig will er den Fall, der in Medien und Blogs als Einschränkung der Pressefreiheit und als Versuch des DFB, einen Journalisten zu diskreditieren und mundtot zu machen, gewertet wird, jedoch tiefer hängen: "Das ist ein zugespitzter Streit zwischen Herrn Zwanziger und Herrn Weinreich", so Laaser weiter. Beim DFB will man sich auf Nachfrage nicht äußern. (jph)
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