Erstellt 25.11.08, 22:40h, aktualisiert 26.11.08, 19:34h
Die überlegenen Bayern starteten furios und setzten Klinsmanns "Marschbefehl" sofort um. "Auf einen Punkt können wir nicht spielen, wir sind eine Mannschaft, die immer Gas gibt. Wir sind heiß", hatte der Coach unmittelbar vor der Partie gesagt. Und die von elf Pflichtspielen ohne Niederlage auch moralisch gestärkten Bayern gaben Gas: Mit Chancen im Minutentakt setzten sich in der ersten Viertelstunde vor allem Toni, Klose und Ribery hervorragend in Szene. Weltmeister Toni vergab vor seinem Premieren-Tor noch ein halbes Dutzend hochkarätiger Chancen. Pech wie bei Kloses Abseitstor (27.) und seinem gefährlichen Schuss aus sieben Metern (28.) oder der wie im Hinspiel überzeugende Bukarest-Keeper Robinson Zapata verhinderten aber die verdiente Führung.
Podolski nicht dabei
Klinsmann änderte seine beim 4:1-Sieg gegen Energie Cottbus überzeugende Elf nur auf einer Position: Hinspiel-Torschütze Daniel van Buyten ersetzte in der Innenverteidigung Martin Demichelis (Wadenverletzung). Der abwanderungswillige Lukas Podolski, den der 1. FC Köln wieder "nach Hause holen" will, saß wegen einer Rückenverletzung nicht einmal auf der Bank.
Nach 15 Minuten ebbte der Schwung der Anfangsoffensive ab, doch der überforderte rumänische Rekordmeister konnte nicht davon profitierten. Mirel Radois Volley-Gewaltschuss aus 18 Metern (24.) kam wie aus heiterem Himmel und war mehr ein Zufallsprodukt. Dennoch machten sich die Bayern das Leben gegen die harmlosen Rumänen danach selber schwer - und den Gegner damit stark. Die Gäste, die vom ehemaligen Bundesliga-Profi Dorinel Munteanu trainiert werden, kamen gegen das Starensemble aus der Bundesliga etwas besser ins Spiel.
"Mir fehlt etwas die Entschlossenheit, auch Fernschüsse aus der zweiten Reihe", monierte "Kaiser" Franz Beckenbauer nach der aktionsreichen, aber torlosen ersten Halbzeit. "Das war ein bisschen zu wenig, was die Bayern tun. Sie müssen zielstrebiger zur Sache gehen." Die Fans auf den Rängen wurden noch zwölf Minuten lang auf eine harte Geduldsprobe gestellt: Toni vergab zwei weitere Chancen (50./53.) - dann feierte er seine schmerzhafte Tor-Premiere und musste nach dem 2:0 behandelt werden. (dpa)
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