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Tanzshow

Das Feuer Anatoliens in Köln

Von Horst Piegeler, 02.12.08, 20:45h

Die Tanzshow „Fire of Anatolia” aus dem türkischen Antalya gastiert im Kölner Palladium. Erzählt wird in einer Synthese aus Tanz, Folklore und Theater die antike Mythologie dieses Landes.

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Packende Musik, artistischer Tanz: Das ist "Fire of Anatolia". Die Show, die in Antalya beheimatet ist, gastiert an drei Abenden in Köln. (Bild: Piegeler)
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Packende Musik, artistischer Tanz: Das ist "Fire of Anatolia". Die Show, die in Antalya beheimatet ist, gastiert an drei Abenden in Köln. (Bild: Piegeler)
Mülheim - Wenn Alper Aksoy ins Schwärmen gerät, dann richtig. Aksoy ist Assistenz-Choreograf der Tanz-Show „Fire of Anatolia“ und beobachtet seine Truppe bei den Proben in der „Gloria Aspendos Arena“ in der Nähe des südtürkischen Antalya. „Wir möchten erreichen, dass die Menschen sich besser verstehen, wenn sie etwas über die Kultur dieses Landes erfahren“, sagt er an diesem lauen Spätherbst-Abend. Und erzählt begeistert von der Produktion, die 1999 ins Leben gerufen wurde und die vier Jahre später auch schon einmal durch Deutschland tourte.

Immenser Fundus

Noch wieseln die 120 Tänzerinnen und Tänzer bei den trotz aller Routine nötigen Proben in Räuberzivil über die Bühne, immer wieder korrigiert und angefeuert von Aksoy. Hinter den Kulissen indessen wartet ein immenser Fundus an Kostümen darauf, von den Darstellern später in schnellem Wechsel ins Scheinwerferlicht geführt zu werden.

Drei Companies sind es mittlerweile, die „Fire of Anatolia“ in Aspendos, in Antalya selbst und auf Tournee spielen und tanzen. Mustafa Erdogan, der Gründer und künstlerische Direktor des Unternehmens, hat in Antalya schon vor einiger Zeit eine eigene Dance-Academy gegründet, in der junge Talente für die Show ausgebildet werden. Dabei sind es mittlerweile nicht nur Künstler aus der Türkei, die die Anatolische Geschichte auf die Bühne bringen: Auch Tänzer aus Georgien und Russland sind mit von der Partie.

Die Proben sind beendet, die Arena füllt sich langsam wie an jedem Abend während der Touristen-Saison mit Zuschauern. Und dann erglüht das Feuer Anatoliens. Erzählt wird in einer Synthese aus Tanz, Folklore und Theater die antike Mythologie und kulturelle Geschichte der verschiedenen Regionen dieses Landes.

Mitreißende Musik, mal orientalisch-rhythmisch und fröhlich, mal getragen und auch klagend, untermalt und trägt die Geschichte von Konfrontation und Versöhnung. In einer Projektion erscheinen Minarett und christliche Kirchenkuppel einträchtig nebeneinander. Jetzt sieht man, warum „Fire of Anatolia“ als eine der besten Tanzgruppen weltweit gefeiert wird und ähnliche Begeisterung auslöst wie Michael Flatley's irisches Tanz-Epos „Lord of the Dance“: Massen-Szenen auf der Bühne, packend synchron und artistisch getanzt, dazwischen immer wieder virtuose Soli. Traditionelle Schrittfolgen bilden die Grundlage, aufgepeppt wird diese mit modernen Stilmitteln. Das Ganze sprüht geradezu vor Lebensfreude.

Diese Lebensfreude kann man von Freitag an auch drei Abende lang in Köln erleben. Im Palladium in der Schanzenstraße in Mülheim werden 40 Tänzer das Feuer Anatoliens entzünden.

„Fire of Anatolia“ am 5., 6. und 7. Dezember jeweils 20.30 Uhr im Palladium, Schanzenstraße 36. Tickets von 29 bis 49 Euro an der Abendkasse und im Vorverkauf.



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