Von Veronika Wehner, 15.12.08, 19:26h
Um an die begehrten Stellen zu kommen, mussten die Interessenten sich mit einem selbstverfassten Schreiben bewerben, anschließend wurden sie zu Bewerbungsgesprächen geladen. Was auch dazu gehört: Einige Schüler wurden zu ihrer Enttäuschung nicht eingestellt. Schulleiterin Gabriele Schmitz übernahm in der Firma den Posten der Buchhalterin. Sie bewertete die Neugründung als „Riesenschritt in die Berufsorientierung“.
Aufträge von außerhalb
Einer von drei Arbeitsbereichen ist die Küche. Unter Anleitung von zwei Lehrkräften bearbeiten die Mitarbeiter dort interne Aufträge der Schule. In Zukunft will man auch Aufträge von außerhalb annehmen. Pädagogische Zielsetzung ist es, sich flexibel nach den individuellen Wünschen der Kunden zu richten. Den Mitarbeitern gefällt die Arbeit in der Küche gut, was sich offensichtlich positiv auf das soziale Miteinander auswirkt. Die Schüler, so verschieden sie auch sein mögen, gehen auffallend nett miteinander um.
Etwas unruhiger ist es im Keller, wo die Abteilungen „Recycling“ und „Löten“ untergebracht sind. Die Schüler, die sich um den „Schrott“ kümmern, arbeiten laut und unbekümmert. Gerne zeigt Thomas den Drucker, den er zerlegen soll. Die Elektro-Altgeräte werden von Mitarbeitern der Schule und Bekannten abgegeben. In diesem Bereich können auch grobmotorischere Schüler mitarbeiten. In der Elektroabteilung sieht das anders aus: Dort werden zum Beispiel Mikroschalter und Batteriebecherböden gefertigt, dafür benötigt man etwas mehr Feingefühl. Momentan arbeiten die Schüler an Aufträgen der Bonner Werkstätten. Man hofft auf weitere Auftraggeber. Die einzige Bedingung: Die Schüler arbeiten nur einmal in der Woche für ungefähr fünf Stunden, Termindruck darf also nicht entstehen.
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