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Kommentar - Uni Witten-Herdecke

Pleite mit Ansage

Von Günther M. Wiedemann, 17.12.08, 23:14h

Deutschlands älteste Privatuniversität Witten-Herdecke steht vor einer massiven finanziellen Krise. Das Land hat seine Fördergelder gestrichen. Jetzt müssen Politik und Hochschule alles daran setzen, dass die Studierenden am Ende nicht die Dummen sind.

Für die mehr als 1 000 Studenten an Deutschlands ältester Privat-Universität ist es eine bitterböse Überraschung in der Weihnachtszeit. Die Hochschule Witten-Herdecke wird nicht weiter vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Hochschulminister Andreas Pinkwart konnte aber nicht anders handeln, das Haushaltsrecht lässt keine andere Entscheidung zu. Denn der Hochschule fehlt ein klares Finanzkonzept - nicht erst seit heute. Deshalb muss schon die Frage gestellt werden, ob der Minister nicht besser die Reißleine vor Beginn des laufenden Wintersemesters gezogen hätte.

Jetzt müssen Politik und Hochschule alles daran setzen, dass die Studierenden am Ende nicht die Dummen sind. Es gilt sicherzustellen, dass sie ihr Studium, für das sie viel Geld bezahlen, zu Ende bringen können. Am besten natürlich an ihrer bisherigen Hochschule. Sollte diese nun aber ohne Landesmittel pleitegehen, sind kreative Lösungen gefragt. Denn eine Verteilung auf andere Universitäten ist angesichts der Kapazitätsprobleme schwierig.



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