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China-Redaktion

Weiterer personeller Paukenschlag

Von Jan-Philipp Hein, 19.12.08, 20:46h

Nach der stellvertretenden Leiterin Zhang Danhong ist nun auch der Leiter der China-Redaktion der Deutschen Welle, Matthias von Hein, von seinem Posten enthoben worden. Außerdem werden gegen weitere Mitarbeiter der Redaktion arbeitsrechtliche Maßnahmen getroffen.

Zhang Danhong
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Zhang Danhong
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Matthias von Hein
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Matthias von Hein
Matthias von Hein
Das sagte der Intendant der Deutschen Welle, Erik Bettermann, im Laufe einer Anhörung im Bundestag, bei der auch chinesische Dissidenten und China-Wissenschaftler anwesend waren. Auslöser der personellen Konsequenzen war ein bizarres Detail der seit Monaten schwelenden Affäre um die China-Redaktion, der Kritiker vorwerfen, sozialistische Propaganda im Sinne der KP Chinas zu betreiben. So gelangte ein Interview mit DW-Mitarbeiterin Zhang auf die Internetseiten der Welle. Darin griff sie eine in den USA lebende chinesische Dissidentin an, die zuvor den Sender und auch Zhang in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ kritisierte. Doch mit dem personellen Paukenschlag dürfte die Deutsche Welle immer noch nicht aus den Schlagzeilen sein. Nachdem der Rundfunkrat die Vorwürfe gegen die Redaktion als „haltlos“ bezeichnete und der in Bonn angesiedelte deutsche Auslandssender das Kapitel damit für erledigt erklären wollte, meldet sich nun der CDU-Bundestagsabgeordnete Stephan Eisel zu Wort. Eisel liegen nach eigener Aussage Übersetzungen von Beiträgen vor, die er als „besonders einseitig“ und „regimefreundlich“ bezeichnet. Pikant: Der DW-Rundfunkrat hatte sich etliche Beiträge übersetzen lassen und kam danach zu seiner Entlastung der Redaktion. Eisel: „Ich frage mich, warum bestimmte Beiträge ausgespart wurden.“ Bettermann konnte darauf in der Bundestagsanhörung keine Antwort geben, versprach aber, diese schriftlich nachzureichen.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Hörfunk und Telemedien des DW-Rundfunkrats, Hans-Uwe Erichsen, sagt, dass er an der Auswahl der fünf Themenkomplexe, mit denen sich sein Gremium befasst hat, beteiligt war. Der Münsteraner Hochschullehrer will nun den von Eisel genannten Fällen nachgehen und sich eigene Übersetzungen machen lassen.



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