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Eifgental/Arentshain

Radler und Wanderer streiten im Wald

Von Timm Gatter, 21.12.08, 17:55h

„Respekt erweisen, Respekt erwarten“: Die organisierten Radfahrer setzen sich gegen die Vorwürfe der Politik zur Wehr. Immer wieder kommen sich Radfahrer und Fußgänger im Eifgental und rund um den Arentshain in die Quere.

Radfahrer
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Radfahrer und Fußgänger geraten immer wieder aneinander. (Bild: KSTA)
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Radfahrer und Fußgänger geraten immer wieder aneinander. (Bild: KSTA)
Burscheid - Der Brief des Burscheider Mountainbikers Stefan Fehlbier (43) an den Kulturausschuss mit Datum vom 18. November war knallhart. Er bezog sich auf die Berichterstattung des „Kölner Stadt-Anzeiger“ über die Kritik einiger Kommunalpolitiker am Verhalten rücksichtsloser Mountainbiker im Eifgental und rund um den Arentshain. Fehlbier prangerte in seinem Schreiben die „absichtliche Wegeblockierung“ als in „vielen Fällen heimtückisch“ an, da die Radfahrer dadurch extrem sturzgefährdet seien: „Dies lege ich als versuchte Körperverletzung aus, da ich im Juni dieses Jahres durch eine solche Maßnahme verletzt wurde.“

„Überall schwarze Schafe“

Im Gespräch mit dieser Zeitung mochte der Sportler, der seit 1992 als Mountainbiker (MTB) unterwegs ist, im Wiederholungsfall eine Strafanzeige nicht ausschließen. Dennoch sei das oberste Ziel der organisierten Radfahrer der Dialog mit allen Beteiligten: „Wir lieben die Natur wie alle anderen auch.“ Diese Auffassung vertritt auch der 41-jährige TV-Redakteur Stefan Röder, der aus Köln nach Burscheid gekommen ist. Als Mitherausgeber des MTB-Internetportals „Frosthelm“ will er das nicht akzeptable Verhalten einer Minderheit von Bikern nicht beschönigen: „Es gibt immer wieder und überall schwarze Schafe - nicht nur bei uns, sondern auch bei den Wanderern.“ Röder selbst hat mit seinem Kollegen Torsten Weber nach Gesprächen unter anderem mit Denkmalschützern, Förster Karl Zimmermann sowie Verwaltungsexperten dafür gesorgt, dass die inkriminierten Wege wie etwa die „Ringwallanlage Eifgenburg“ als Bodendenkmal von Mountainbikes nicht mehr befahren werden dürfen: „Aus Respekt vor der Geschichte und deren Zeugnisse sind solche Strecken tabu.“

Um der eigenen Klientel das Fahrverbot - Zuwiderhandlungen können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden - zu verdeutlichen, haben Röder und Weber die diversen Denkmäler in der Region auch mit Hilfe des Amtes für Bodendenkmalpflege in Text und Bild auf ihrer Internetseite vorgestellt. Dazu zählt ebenso die alte Burg Erberich. Hier darf der alte Wirtschaftsweg nur bis hinunter zum Wanderweg nach Altenberg auch mit MTB befahren werden. Aber an der Grenze zum Bodendenkmal ist Schluss - Weg und Wälle bleiben radlerfrei. Bei einem Ortstermin mit Anwohnern, Forstamt und dem Verein für Landschaft und Geschichte sowie „Frosthelm“ habe man sich der berechtigten Kritik an einem von Bikern auf den Wällen errichteten Sprungschanze angeschlossen. Die Anlage musste abgebaut werden. Röder: „Um Ärger zu vermeiden, suchen wir den Dialog.“ Auch um ihren Ruf bemüht, wollen die Mountainbiker Anfang des Jahres mit den Kommunalpolitikern unter anderem im Burscheider Kulturausschuss ins Gespräch kommen.



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