Von Marianne Kierspel, 22.12.08, 13:47h
Der Frauenchor, geleitet von Leonore Moog, unterhielt mit samtweichem Sound und Zungenbrechern. In der Pause war gastfreundlich für Kölsch und Häppchen gesorgt. Die Verbindung von Orchester und Chor bewährte sich auch im zweiten Konzertteil. Da zeigten auf der Bühne die Domstädter unter Thomas Sieger und der Chor 61-Cantus Mundi unter Herbert Rabuske im fliegenden Wechsel ihre Schokoladenseiten. Die Domstädter Bläser punkteten mit großer Holzbläserfraktion und sattelfesten Posaunisten. Der gemischte Chor Cantus Mundi, dessen Männer Verstärkung brauchen könnten, sang internationale Weihnachtslieder. Rabuske, der auch arrangiert und kleine Solopartien selbst singt, leitete beschwingte A-Cappella-Sätze. Prompt führten die Bläser „Rudolf, das rotnasige Ren“ ins Feld, gemütlich angejazzt. Auch ihr Leiter Sieger arrangiert. Er verpasste Ostermanns Hit „Och wat wor dat fröher schön“ eine Prise Swing.
Das Finale bestritten alle vier Ensembles gemeinsam. Dass die Musiker einander kennen lernen, gehört schließlich zu den Zielen des 1989 gegründeten Stadtmusikverbands. Damals entstanden in vielen Städten solche Dachverbände für Amateurmusiker, aber nur der Stadtmusikverband Köln e.V. hat überlebt, wie der Vorsitzende Dieter Kaiser berichtete. Der Kölner Verband vertritt heute rund fünfzig Mitglieder, vom Cäcilienverein bis zur Schuhplattlergruppe. Zum 20. Geburtstag 2010 plant er ein Konzert in der Philharmonie. Zu seinen regelmäßigen Veranstaltungen gehört das Internationale Folklorefest mit Gästen am Tanzbrunnen. Im Internet gibt es Informationen zu den Mitglieds-Chören und Orchestern und auch deren Konzerttermine.
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