Erstellt 29.12.08, 20:43h, aktualisiert 29.12.08, 20:45h
Die meisten Neuaufnahmen wiesen von dem Bombardement herrührende Splitterwunden auf sowie schwere Kopfverletzungen durch Trümmer eingestürzter Häuser. Im Shifa-Hospital, dem größten in Gaza-City, seien seit Beginn der israelischen Militäroffensive zwölf operative Notfallräume im Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Laut ärztlichen Angaben aus der Klinik befindet sich die Mehrheit der eingelieferten Patienten im kritischen Zustand. Es werde damit gerechnet, dass 80 Prozent von ihnen wegen der unzureichenden Versorgung nicht überleben würden. Noch zugespitzt habe sich die Lage, nachdem bei einem Bombenangriff am Sonntag das größte Medikamentenlager des palästinensischen Gesundheitsministeriums völlig zerstört worden sei. Zwar habe Israel humanitäre Lieferungen nach Gaza passieren lassen aber nicht im benötigten Maße.
Bereits vor der Offensive war gewarnt worden, es fehle an mehr als hundert essenziellen Medikamenten sowie an Notfallbestecken und Labormaterialien. Dieser Mangel soll sich noch verschlimmert haben. (geg)
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